Mo, 20. August 2018

Schuldsprüche

05.01.2017 21:41

Erste Türkei-Putsch-Urteile: Zweimal lebenslang

Erstmals seit der Niederschlagung des Putsches in der Türkei Mitte Juli sind zwei hochrangige Militärs zu Gefängnisstrafen wegen des Umsturzversuchs verurteilt worden. Ein Gericht in der osttürkischen Stadt Erzurum habe die beiden Offiziere am Donnerstag zu lebenslanger Haft verurteilt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Angeklagten hätten die Vorwürfe bestritten.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, die Militärs seien schuldig befunden worden, "durch Gewaltanwendung die von der Verfassung vorgesehene Ordnung" aufheben zu wollen.

Gülen für türkische Regierung der Sündenbock
Die türkische Regierung macht die Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli des Vorjahres verantwortlich. Gülen weist das zurück. Der Umsturzversuch aus den Reihen des Militärs forderte laut Regierungsangaben mindestens 246 Todesopfer. Eine endgültige Zahl der getöteten Putschisten hat die Regierung nicht veröffentlicht.

Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Gülen-Bewegung ordnete die Staatsanwaltschaft in Istanbul am Donnerstag die Festnahme von 380 Geschäftsleuten an, wie Anadolu berichtete. 110 der Verdächtigen seien im Ausland. Das Gericht habe außerdem die Durchsuchung der Wohnungen und Büros der Verdächtigen beschlossen.

41.000 Menschen in Untersuchungshaft genommen
Laut Anadolu-Angaben wurden im Zusammenhang mit dem Putschversuch mehr als 41.000 Menschen in Untersuchungshaft genommen. Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei als Terrororganisation.

 krone.at
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