Mi, 17. Juli 2019
18.12.2016 08:48

Blutbad im Jemen

Dutzende Soldaten bei Selbstmordattentat getötet

In der südjemenitischen Stadt Aden sind am Sonntag bei einem Selbstmordanschlag vor einer Kaserne mindestens 49 Soldaten getötet und über 60 weitere Menschen verletzt worden. Das teilten Militärvertreter und Rettungskräfte mit. Den Angaben zufolge zündete der Attentäter seinen Sprengsatz inmitten von Soldaten, die auf dem Militärstützpunkt auf ihren Sold warteten. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu dem Blutbad.

Erst am vergangenen Wochenende waren bei einem Selbstmordanschlag vor einer Kaserne in Aden 48 Soldaten getötet worden, die ebenfalls auf die Zahlung ihres Solds warteten. Auch zu dieser Tat bekannte sich der IS.

Im Jemen kämpfen seit September 2014 Truppen des ins Exil geflüchteten sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Houthi-Rebellen und andere Milizen, die dem ehemaligen Staatschef Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Seit März 2015 fliegt ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis Luftangriffe auf die Rebellen und unterstützt damit die Hadi-Truppen.

Die sunnitische IS-Miliz und das Terrornetzwerk Al-Kaida machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Präsenz im Süden und Osten des Landes auszudehnen. In den vergangenen Monaten verübten sie vor allem in Aden immer wieder Anschläge.

 

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