So, 20. Jänner 2019

8 Jahre in 100 Tagen

08.11.2016 20:44

FPÖ: "Blitzschule" für Migranten ist "Wahnsinn"

Die von der "Krone" aufgedeckten "Blitzkurse" für Migranten bleiben ein Aufregerthema. Wie berichtet, können Asylberechtigte in Niederösterreich und Wien binnen 100 Tagen einen Pflichtschulabschluss absolvieren und erhalten dafür monatlich 738 Euro. Für diese "Deckung des Lebensunterhalts" müssen die Teilnehmer laut AMS zwei Drittel der Kursdauer anwesend sein. Für die FPÖ ist dieser Umstand "ein Wahnsinn", dem "die Bundesregierung tatenlos zuschaut".

"Wofür österreichische Schulkinder acht Jahre brauchen, soll hier in einem 'Blitzkurs' Migranten vermittelt werden, die großteils noch nicht einmal Deutsch können. Der Gipfel ist aber, dass die Kursteilnehmer nicht einmal während der gesamten Kursdauer anwesend sein müssen, sondern nur zwei Drittel der Kurstage besuchen und dort auch nur mit ihrer Unterschrift die Anwesenheit bestätigen müssen", sagt der Kärntner FPÖ-Parteichef Gernot Darmann, der auch von "klassischem Missbrauch von Steuergeld" spricht. Die Bundesregierung schaue tatenlos zu bzw. habe dieses System selbst ermöglicht, so Darmann weiter.

"Kassieren viele nur ab und machen gar keine Prüfung?"
Gleichzeitig stelle sich auch die Frage, was es über die Qualität des Pflichtschulabschlusses aussagt, wenn dieser in nur fünf Monaten für Migranten möglich sei. "Zu hinterfragen ist aber auch, wie viele der Kursteilnehmer dann tatsächlich zur Prüfung antreten und diese schaffen? Kassieren viele nur völlig ungeniert vom österreichischen Steuerzahler ab und machen dann gar keine Prüfung?", fragte Darmann.

Jene Pädagogin, die mit ihrem Insiderwissen für Wirbel gesorgt hat, weiß auch Folgendes zu berichten: Es sei üblich, dass "viele Kursteilnehmer erst um 11 Uhr auftauchen, auf der Anwesenheitsliste unterschreiben und wieder verschwinden". Fazit: Mit 66 Unterschriften - mehr sind nicht nötig - gibt's für fünf Monate Kurs 3692,10 Euro netto. "Und wie durch ein Wunder schaffen dann fast alle Teilnehmer die Externistenprüfung", kritisiert die Pädagogin.

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