Zug fährt NICHT ab

1.000 Mitarbeiter der Deutschen Bahn streiken

Ausland
29.09.2006 07:41
Die Warnstreiks bei der Deutschen Bahn haben am Freitag in der Früh mit Beginn des Berufsverkehrs in drei deutsche Bundesländern begonnen. Vor allem in Nordrhein-Westfalen blieben Züge in den Depots stehen. Zunächst legten in Saarbrücken, Trier, Dortmund und Köln rund 400 Eisenbahner die Arbeit nieder. Im Laufe des Vormittags sollen weitere Streiks folgen. Tausende Reisende dürften betroffen sein. Insgesamt werden 1.000 Arbeiter in den Warnstreik treten.

Im Verlauf des Vormittags sollen Warnstreiks in Düsseldorf, Wuppertal und Duisburg folgen. Letzter Bahnhof soll um 11.00 Uhr Paderborn sein, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet. 

Tausende Reisende und Pendler müssen sich mitten im Berufsverkehr auf massive Behinderungen einstellen. Mit den Aktionen wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA im Tarifkonflikt um eine Arbeitsplatzgarantie Druck auf den Bahnkonzern ausüben.

Rund 1.000 Mitarbeiter sind insgesamt zum Arbeitskampf aufgerufen. Die Warnstreiks beschränken sich auf den Nah-, Fern- und Güterverkehr in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und in Rheinland-Pfalz. Die jetzigen Aktionen sind laut Transnet die ersten größeren Warnstreiks bei der Deutschen Bahn seit Frühjahr 2003.

Es habe im Tarifkonflikt auch am Donnerstag kein verhandelbares Angebot der Arbeitgeber gegeben, erklärten Transnet-Chef Norbert Hansen und der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel. „Das ist jetzt die Antwort der Beschäftigten“, sagten Hansen und Hommel. Die vereinbarte Beschäftigungssicherung für die rund 130.000 tarifgebundenen Mitarbeiter gilt bisher nur, solange die Bahn ihre heutige Struktur behält. Beim geplanten Börsengang könnte sich das ändern.

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