Di, 25. September 2018

Nach CETA-Theater

31.10.2016 11:24

Wallonischer Politiker: "Juncker, wachen Sie auf!"

Der Präsident der Christdemokraten in Wallonien, Benoit Lutgen, hat seinen Vorwurf an die EU-Kommission bekräftigt, dass es im Rahmen der CETA-Verhandlungen Druck der Brüsseler Behörde auf den französischsprachigen Teil Belgiens gegeben habe. Dem Fernsehsender "RTL" sagte Lutgen, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker solle angesichts der Entwicklungen "aufwachen".

Der Druck sei allerdings nicht von Juncker selbst gekommen. Im Rahmen der Verhandlungen habe es sehr wohl "einige Technokraten" gegeben, die mit eindringlichen Worten gedrängt hätten. "Ich kann das verstehen, sie sind das nicht gewöhnt. Aber sie müssen sich an die Demokratie gewöhnen", sagte Lutgen.

"Es ist unglaublich, dass Wallonien, ganz allein, sich mit den Multinationalen herumschlagen muss, weil diese schon sehr weit gekommen waren, ehe Änderungen vor allem zur Hilfe der Klein- und Mittelbetriebe angenommen wurden", so Lutgen. Er forderte: "Europa muss aufwachen. Das Europa der multinationalen Konzerne wird nicht gewollt. Jean-Claude, wachen Sie auf!"

"Wallonien ist keine Mikroregion"
Zur Aufforderung Junckers, dass Belgien angesichts der Probleme bei CETA mit der Region Wallonie überdenken sollte, seine internationalen Beziehungen anders zu gestalten, sagte Lutgen unter Hinweis auf die jüngsten umstrittenen Aussagen des EU-Digitalkommissars Günther Oettinger, wonach Wallonien von Kommunisten geführt werde, die ganz Europa blockierten: "Das ist inakzeptabel. Wir sind keine Mikroregion, wir haben die Demokratie schwingen lassen. Und es ist nicht nur Wallonien: Alle Bürger werden in Bezug auf CETA sehr wachsam sein, denn die Sache ist nicht zu Ende. Die schöne Unterschrift, die schöne Ratifizierung mit schönen Fotos ist nur eine erste Etappe."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Nichts zu bedauern“
Erdogan lobt Özil für Rücktritt aus Nationalteam
Fußball International
In Minute 87
1:1 - Bayern verschenken Sieg gegen Augsburg
Fußball International
5:6 n.V in Innsbruck
Meister Red Bull Salzburg bleibt sieglos
Eishockey
Gegen Ingolstadt
Louis Schaub bereitet Kölns 2:1-Siegtor vor
Fußball International
Historischer Treffer
Harnik-Ferserltor bei Bremens 3:1 gegen Hertha
Fußball International
Altach siegt 2:1
WAC mit lockerem 4:0 ins Cup-Achtelfinale
Fußball National
4 Aktivisten im Finale
Russen stoppten 170 Flitzer während der WM
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.