Di, 14. August 2018

Illegales Bordell

19.10.2016 17:46

Razzia: Chinesen übernehmen Rotlicht

Im Kampf gegen die organisierte Kriminalität hat Europol zu einem Schlag gegen die Machenschaften der Menschenhändler ausgeholt. Auch in Kärnten schlugen die Ermittler zu: Mitten in der Klagenfurter Innenstadt ließen Fahnder ein illegales Bordell auffliegen. Brisant: Immer mehr Asylwerber aus China drängen ins Milieu.

In Österreich gab es 18 Festnahmen, in Kärnten stürmten die Fahnder bei der europaweiten Aktion "Weißstorch" ein illegales Bordell. "Das nicht genehmigte Etablissement befand sich unbehelligt von der Öffentlichkeit direkt in der Klagenfurter Innenstadt. Es wurde jetzt geschlossen", schildert ein Ermittler.

Wie Oberst Gerald Tatzgern vom Bundeskriminalamt bestätigt, wurden bei der Aktion in Kärnten, bei der zusätzlich rumänische Beamte im Einsatz standen, auch Drogen entdeckt. Die Ermittlungen würden deshalb ausgeweitet, heißt es.

Bei der koordinierten Aktion ist es Polizisten gelungen, die Spuren und Wege von Zuhälter-Gruppen quer durch Europa zu verfolgen. Neben rumänischen Organisationen auf der Rotlicht-Route Hamburg - Villach, drängen jetzt vermehrt Prostituierte aus China ins heimische Sex-Geschäft. Ermittler wissen von 70 China-Bordellen, auch in Kärnten. Schlepper-Experte Tatzgern: "Es gibt diesen Trend. Chinesinnen werden in großer Zahl ins Land gebracht." Viele von ihnen würden dann einen Asylantrag stellen, wodurch bereits drei Monate später die Tätigkeit als selbstständig Prostituierte ermöglicht werde. Vermutet wird, dass Frauen aus dem Reich der Mitte über Organisationen nach Wien und Kärnten gebracht werden, die an den Diensten mitverdienen.

Insgesamt wurden bei der Aktion 529 Opfer von Menschenhändlern ausgeforscht, es gab 314 Festnahmen.

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