Leergut-Aktion

Aus Pfand wird Taschengeld für ganze Schulklasse

Kärnten
16.06.2026 11:00

Mit einer einfachen Idee zeigen Klagenfurter Schüler, was mit Zusammenhalt und Eigeninitiative möglich ist. Die Jugendlichen der Förderklasse an der Polytechnischen Schule Klagenfurt sammeln seit Monaten Pfandflaschen – und finanzieren sich damit Ausflüge und Unterrichtsmaterialien selbst.

Große Aufregung und Tumult unter den Schülern der Kleinklasse in der polytechnischen Schule. Voller Begeisterung zeigten sie beim Besuch der „Krone“ ihren großen Pfandflaschenaufsteller – ein Herzensprojekt, das sich aus einer kleinen Sammelaktion heraus entwickelt hat.

Aus Müllsammelaktion wird Herzenssache

Ursprünglich gingen die Jugendlichen regelmäßig hinaus, um Müll in ihrer Umgebung einzusammeln. Dabei fanden sie immer wieder Pfandflaschen.

„Schnell haben sie erkannt, dass sich daraus etwas Sinnvolles machen lässt“, erzählt Melanie Kragger, persönliche Assistenz eines Schülers. Aus den anfänglichen Sammelaktionen entwickelte sich nach und nach einem eigenen Projekt. In der Schule wurde ein Pfandflaschen-Aufsteller aus Karton aufgestellt, in dem auch andere ihr Leergut abgeben können.

Der Aufsteller aus Pappe steht am Eingang der polytechnischen Schule. Die Schüler haben die ...
Der Aufsteller aus Pappe steht am Eingang der polytechnischen Schule. Die Schüler haben die Möglichkeit, ihre PET-Flaschen dort einzuwerfen.(Bild: Elena Überbacher)
Mit vereinten Kräften werden die PET-Flaschen gesammelt und zu einem Pfandautomaten ...
Mit vereinten Kräften werden die PET-Flaschen gesammelt und zu einem Pfandautomaten zurückgebracht.(Bild: Melanie Kragger)
Ein Schüler der Kleinklasse bei der Pfandrückgabe.
Ein Schüler der Kleinklasse bei der Pfandrückgabe.(Bild: Melanie Kragger)

Viel Engagement bei Sammelaktion
Ist der Behälter voll, bringen die Jugendlichen die Flaschen gemeinsam zum Pfandautomaten. Das Geld wird gesammelt und kommt direkt der Klasse zugute. „Davon werden Ausflüge, Fördermaterialien oder Bastelutensilien finanziert“, sagen Pravda und Kragger. Der Erfolg motivierte die Schüler, das Projekt weiter auszubauen.

Das Pfandflaschenprojekt wird auch von der Direktion und regionalen Unternehmen unterstützt. Direktor Hans Wintersteiger sieht in der Aktion nur: Positives: „Die Schüler sind voller Begeisterung dabei.“ Auch der Zusammenhalt der Klasse wird gestärkt. Das Engagement sieht auch Marco Pototschnig von der Firma WOPL und unterstützte die Schüler mit einer Spende. 

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Bei dem Projekt lernen die Schüler vieles dazu. Der Umgang mit Geld, Anstellen und das Bedienen eines Automaten sind einige Kompetenzen, die dazugewonnen wer

Monika Pravda, Pädagogin

Am 23. Juni stellen sie deshalb im Südpark einen eigenen Pfandflaschen-Aufsteller auf. Zwischen 8.30 und 11.30 Uhr sind alle Klagenfurter eingeladen, ihr Leergut dort abzugeben und damit die Aktion zu unterstützen. Für die Jugendlichen zählt dabei nicht nur der Erlös, sondern auch die Erfahrung, gemeinsam etwas bewegen zu können.

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