Fahrlässige Tötung?

Den Eltern des Pilzopfers droht Anzeige

Oberösterreich
04.09.2006 19:39
Nach dem tragischen Tod ihres Söhnchens droht den leidgeprüften Eltern des 16 Monate alten Raphael aus Garsten bei Steyr auch noch eine Anzeige bei Gericht: Wenn Gerichtsmediziner bei einer Obduktion nachweisen, dass der kleine Bub tatsächlich durch den Genuss eines Gift-Pilzes getötet wurde, könnte ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet werden.

Die Eltern des süßen Buben sind schwer geschockt, plagen sich mit Selbstvorwürfen, weil sie Raphael das weiße Schwammerl nach Hause tragen ließen, das sie für einen Champignon hielten  das aber vermutlich ein junger weißer Knollenblätterpilz war. Der Opa hatte Raphael mit dem von der Mutter panierten Pilz gefüttert, glaubt, auch selbst davon gegessen zu haben - und kann sich deshalb nicht vorstellen, dass im Schwammerl-Gericht auch ein Giftpilz gewesen sein soll.

Die schwersten Leberschädigungen, die dann im Spital bei dem Kleinkind festgestellt wurden, weisen allerdings darauf hin. Ebenso die Schädigung anderer Organe, an denen Raphael vergangenen Donnerstag schließlich starb. Gewissheit soll eine für Montag geplant gewesene Obduktion schaffen, deren Ergebnis aber noch nicht vorlag. Dann wird die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob tatsächlich eine Anklage erhoben wird.

 

 

 

Foto: Privat

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Oberösterreich
04.09.2006 19:39
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung