Sa, 22. September 2018

Bettlerlager

09.07.2016 15:36

Kleinkinder zwischen Müllbergen

Immer wieder decken Bergwächter mitten in Klagenfurt illegale Bettlerlager auf, wo Kleinkinder unter unmenschlichen Zuständen zwischen Fäkalien und Müllbergen hausen müssen. Samstagfrüh wurde erneut ein solches Lager entdeckt, aber Politik und Behörden schauen offenbar immer noch tatenlos zu.

Nur wenige Meter neben einer Wohnsiedlung hausten 16 Bettler, unter ihnen auch drei Kleinkinder in acht Zelten in einem kleinen Wald an der Glan. "Man kann sich nicht vorstellen, wie es dort aussieht. Überall liegen Fäkalien und Müll herum, teilweise wird der Dreck einfach in die Glan geworfen", schildert Einsatzleiter Peter Cech von der Bergwacht: "Wir machen nicht Jagd auf die Ärmsten der Armen, die von kriminellen Bettelorganisationen ausgenutzt und ausgebeutet werden, sondern wir sorgen für die Einhaltung des Naturschutzes."

Weil Geldstrafen ohnehin nie bezahlt werden, wurden die Betroffenen vor die Wahl gestellt: Entweder wird der Müll beseitigt oder es werden die Zelte beschlagnahmt. Drei Stunden lang dauerte das Aufräumen im Wald. Ein ganzer Lastwagen war notwendig, um den Unrat abzutransportieren.

Einige der Personen, die von Bergwächtern und Ordnungsamt aufgegriffen wurden, sind bereits wegen Bettelns amtsbekannt. Nach dem Einsatz wurden die Bettler von Autos abgeholt - und wohl an einen anderen Einsatzort gebracht.

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