Di, 16. Oktober 2018

Medizin statt Go:

06.07.2016 12:43

Googles "DeepMind"-KI jagt Augenkrankheiten

Googles Software DeepMind, die als erstes Programm einen Menschen im Strategiespiel Go schlagen konnte, soll jetzt bei der Erkennung von Augenkrankheiten helfen. Die britische Moorfields-Augenklinik wird der Maschine rund eine Million Augenscans anonymisiert zur Verfügung stellen. Die Software soll in ihnen nach Anzeichen für Krankheiten suchen.

Die Scans werden aktuell von Ärzten ausgewertet, das sei ein langwieriger Prozess, zu dem bisher keine Computer fähig gewesen seien, erklärte Google. Das Forschungsprojekt solle zeigen, ob lernende Maschinen für eine effiziente Diagnose eingesetzt werden könnten, hieß es. "Es ist unmöglich, einzelne Patienten anhand der Scans zu identifizieren", versicherte das Deepmind-Team.

Außerdem würden nur anonyme Diagnosen und Informationen zur Behandlung von Augenkrankheiten geteilt, erklärte die Klinik. Damit sei auch keine Zustimmung der Patienten erforderlich. Sie könnten aber grundsätzlich die Verwendung ihrer Daten für Forschungszwecke untersagen.

Google hatte die britische Firma DeepMind vor rund zweieinhalb Jahren gekauft, der Preis lag laut Medienberichten bei rund 500 Millionen Dollar (448,59 Millionen Euro). Der Software gelang es im März, in einem Match einen der weltbesten Meister im asiatischen Brettspiel Go zu schlagen, was zuvor als zu komplex für Computer galt. Dabei überraschte die Maschine an einer Stelle auch Experten mit einem kreativen Zug, den bisher noch nie jemand gespielt hatte.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.