Der ÖFB-Kader wird sich nach dem WM-Aus gegen Spanien und dem Team-Abschied von Marko Arnautovic zumindest leicht verändern. Das verriet Sportdirektor Peter Schöttel – und er weiß auch, was dafür notwendig sein wird ...
Die nächsten Länderspiele stehen für Österreichs Nationalteam erst im September auf dem Programm. In der Nations League geht es um den Wiederaufstieg in die Liga A, der der Auswahl von Teamchef Ralf Rangnick im Vorjahr verwehrt geblieben war.
Schöttel strich positiv hervor, dass die Österreicher nach zwei Europameisterschaften zum dritten Mal in Folge bei einem Großereignis die Gruppenphase überstanden hatten. „Wir haben in den letzten Jahren ein gewisses Maß an Stabilität hineinbekommen“, meinte der Ex-Internationale. Das Ziel sei immer, sich für Endrunden zu qualifizieren. Speziell bei Europameisterschaften mit 24 Teilnehmern „sollte es die Ausnahme sein“, nicht dabei zu sein. Die nächste steigt 2028 in Großbritannien und Irland.
Der Aufgalopp für die Qualifikation erfolgt in der Nations League. Am 24. September empfängt das ÖFB-Team in Linz Israel, am 27. September in Wien den Kosovo. Am 1. Oktober gastiert die Rangnick-Auswahl in Irland, drei Tage später im Kosovo. Abgeschlossen wird die Ligaphase mit einer Heimpartie am 14. November erneut in Linz gegen Irland und einer Auswärtsreise nach Debrecen, wo Israel aufgrund der politischen Situation im eigenen Land sein Heimspiel austrägt.
Mögliche Frischzellenkur
Der Kader wird sich nach dem Team-Abschied von Marko Arnautovic zumindest leicht verändern. Jener, der Österreich bei der WM vertreten hatte, sei schon lange zusammen. „Ich denke schon, dass jetzt der Zeitpunkt ist, jüngere Spieler dazuzunehmen, die jetzt schon knapp dran waren, die auf Abruf waren und fast mitgefahren wären“, meinte Schöttel.
Er hoffe aber, dass alle anderen Akteure außer Arnautovic weitermachen würden, betonte der Sportchef. „Weil es, glaube ich, notwendig ist, dass unsere Topspieler, die noch in einer guten körperlichen Verfassung sind, weiterspielen, um die Jungen auch nachzuführen.“ Kapitän David Alaba hatte seine weitere ÖFB-Karriere unmittelbar nach dem WM-Aus offengelassen. Hierarchien würden sich bei Abschieden naturgemäß neu bilden, meinte Schöttel. „Aber diese Anzeichen habe ich jetzt eigentlich nicht.“
Spanien und Argentinien laut Schöttel Top 3
Christoph Baumgartner wird vermutlich auch Ende September noch nicht zur Verfügung stehen. Die schwere Oberschenkelverletzung des RB-Leipzig-Profis bezeichnete Schöttel als „größten Schock“ vor der WM. „Er ist der Schlüsselspieler für uns in den Offensivabläufen“, begründete der Wiener. „Dass er so knapp vor dem Turnier ausgefallen ist und gar nicht hat spielen können, hat uns gezwungen, andere Abläufe durchzuführen, als wir sie gewohnt sind.“
Einige andere Akteure seien erst kurz vor der WM aus Verletzungen herausgekommen. „Wir haben einige Themen über das ganze Turnier gehabt“, sagte Schöttel. Die Ergebnisse seien dennoch so gewesen, wie man sie im Vorfeld hätte erwarten können. „Spanien ist vermutlich eine der drei besten Mannschaften im Turnier – neben Frankreich und Argentinien“, meinte der 59-Jährige. „Das sind bisher die Teams, die am besten performt haben. Gegen zwei davon haben wir gespielt und verloren.“
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