Registrierkassen

Wirte klagen gegen Ausnahmen für Politiker

Wirtschaft
21.06.2016 16:51

Während die Regierungsparteien die "Entschärfungen" bei der Registrierkassenpflicht feiern, braut sich über ihnen neues Unheil zusammen: Denn die Gastronomie will die Gleichstellung der politischen Vorfeldorganisationen mit den Vereinen nicht hinnehmen und droht mit einer Verfassungsklage.

Zwar sind für alle Betroffenen - wie berichtet - einige Verbesserungen erreicht worden, doch ein Punkt stößt den Wirten nach wie vor sauer auf: Künftig sollen politische Parteien wie gemeinnützige Vereine behandelt werden. Damit genehmigen sie sich selbst Ausnahmen von der Gewerbeordnung, großzügige steuerliche Freibeträge und Ausnahmen von der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht.

"Das werden wir nicht hinnehmen", wettert Mario Pulker, der Obmann des Fachverbandes Gastronomie. Es gebe Tausende Veranstaltungen politischer Vorfeldorganisationen, die den Wirten Konkurrenz machten. Pulker: "Die Umsatzgrenze von 15.000 Euro ist nicht kontrollierbar."

Ein Gutachten des Verfassungsrechtlers Heinz Mayer spricht von einer "erheblichen Begünstigung" und "massiver Ungleichbehandlung", diese Feste seien versteckte Parteienfinanzierung.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wirtschaft
21.06.2016 16:51
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung