Peinlich, peinlich! Wieder ist ein Politiker in Klagenfurt auf der Anklagebank gesessen. Diesmal handelt es sich um einen FP-Stadtrat einer Bezirksstadt, der sich wegen Falschaussage und Begünstigung verantworten musste. Der Mann soll für einen Freund gelogen haben, glaubt das Gericht im ersten Urteil.
Grundlage für den Prozess war wohl eine "b’soffene G’schicht". Der Politiker und ein Freund saßen zu später Stunde in einem Gasthaus beim Kartenspiel beisammen. Der Bekannte soll danach beim Wegfahren mit seinem Auto einen Sachschadenunfall verursacht haben; der Politiker hätte alles gesehen und zunächst der geschädigten Fahrzeugbesitzerin auch zugesagt, man werde sicherlich am nächsten Tag alles ordnungsgemäß erledigen.
So weit kam es aber nicht. Denn vor der Polizei sollen die beiden Kumpel höchst unterschiedliche Angaben gemacht haben. So unterschiedlich, dass Anzeige erstattet wurde und die Staatsanwaltschaft den Fall vor das Landesgericht Klagenfurt gebracht hat, wo das Unheil für den FP-Mandatar vor kurzem seinen Lauf nahm.
Aufgrund mehrerer Zeugenaussagen schenkte nämlich Richter Christian Liebhauser dem Angeklagten keinen Glauben mehr und verurteilte ihn stattdessen wegen falscher Beweisaussage und Begünstigung zu einer Geldstrafe von insgesamt 2200 Euro. Der Stadtrat meldete gegen diese Strafe sofort Berufung an, das Urteil ist somit noch nicht rechtskräftig.
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