Es kriselt am weltweiten Milchmarkt! Der Preissturz durch den Wegfall der Quotenregelung in Europa sowie durch das Russland-Embargo wirkt sich existenzbedrohend auf Kärntens Milchbauern aus. Auch die Kärntnermilch verbuchte im Vorjahr einen Rückgang. Der Umsatz sank um 5,22 Prozent auf 102 Millionen Euro.
Frei von Gentechnik und mit hervorragender Rohmilch-Qualität - was seit Jahren unzählige Auszeichnungen belegen -, gelang es der Kärntnermilch 2015 trotz der schwierigen Situation, zumindest den Exportumsatz um 1,4 Prozent auf 20,7 Millionen Euro zu steigern. 121,5 Millionen Kilogramm Rohmilch wurden in Spittal verarbeitet und veredelt. "So konnten wir den Kärntnermilch-Bauern einen Milchpreis von 38,75 Cent zahlen", sagt Direktor Helmut Petschar.
Aktuell liege der Milchpreis bei 28,8 Cent, in Deutschland unter 20 Cent: "Im Berggebiet Kärntens wäre damit ein Überleben nicht möglich, die Preise sind existenzbedrohend." Im Sinne der betroffenen Milchbauern setzen Petschar und Verkaufsleiter Wolfgang Kavalar weiterhin auf ihre Kunden, deren "Treue und Bekenntnis zu regionalen Produkten die Basis für den Erfolg der Kärntnermilch bilden". Aber auch auf die Politik, die das Russland-Embargo beenden könnte.
Um die Produktionsabläufe zu optimieren, wurden im Vorjahr 6,3 Millionen Euro in ein neues Logstikzentrum investiert, das am Sonntag, dem 29. Mai, offiziell vom neuen Obmann der Kärntnermilch, Reinhard Scherzer, eröffnet wird. Er folgt Josef Wielscher nach.
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