Do, 16. August 2018

Khol verdrängt

25.04.2016 17:46

Briefwahl verhilft Hundstorfer noch zu Platz vier

Die Briefwahlstimmen des ersten Wahlgangs der Bundespräsidentenwahl sind ausgezählt - und haben, wie erwartet, nichts an den ersten drei Plätzen geändert. Die fast 535.000 Briefwähler haben jedoch Rudolf Hundstorfer (SPÖ) zum vierten Platz vor ÖVP-Kandidat Andreas Khol verholfen. Die Wahlbeteiligung stieg mit der Briefwahl von 60 am Sonntag auf 68,5 Prozent am Montag.

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bleibt klar Erster, sein Stimmenanteil reduzierte sich gegenüber dem Wahlabend (36,4) aber auf nunmehr 35,1 Prozent. Der Grüne Alexander Van der Bellen hielt mit nun 21,3 Prozent (Sonntag: 20,4) klar den zweiten Platz und steht damit in der Stichwahl am 22. Mai. Knapp verpasst hat diese die parteiunabhängige Kandidatin Irmgard Griss. Auch sie gewannt durch die Briefwahl dazu und landete bei nunmehr 18,9 Prozent gegenüber 18,5 im vorläufigen Ergebnis.

Profitiert von den Briefwahlstimmen hat auch Hundstorfer, der statt 11,2 nun 11,3 Prozent der Stimmen hat - während Khol einen leichten Rückgang von 11,2 auf 11,1 Prozent erlitt und somit nur noch Fünfter ist. Das ist recht ungewöhnlich, üblicherweise schneidet die ÖVP bei den Briefwählern besser ab als die SPÖ. Richard Lugner kam letztlich auf 2,3 Prozent (Sonntag: 2,4).

12,5 Prozent der Stimmen per Briefwahl
Der Zuspruch zur Briefwahl ist weiter gewachsen: 534.776 gültige Stimmen wurden auf diesem Weg abgegeben, das entspricht 12,5 Prozent der gültigen Stimmen insgesamt. Bei der Bundespräsidentenwahl 2010 - wo erstmals briefgewählt werden konnte - hatte der Anteil nur 8,8 Prozent ausgemacht, auch bei der Nationalratswahl 2013 war er mit 11,4 noch etwas geringer gewesen.

Insgesamt nutzten am Sonntag 4,371.912 der 6,382.486 Österreicher über 16 Jahren ihr Wahlrecht. Das ergab eine Beteiligung von 68,5 Prozent - doch wieder wesentlich mehr als die mageren 53,6 Prozent vor sechs Jahren. Gültig waren 4,279.170 Stimmen.

Amtlich festgestellt und verlautbart wird das Endergebnis am 2. Mai mit der Sitzung der Bundeswahlbehörde. Sie schreibt auch die Stichwahl am 22. Mai aus. Ab 3. Mai können dann die Briefwahlstimmen für den zweiten Wahlgang abgegeben werden.

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