Mo, 15. Oktober 2018

Spitäler

02.03.2016 13:35

Spitäler: Kleiner Masterplan bis 2025

Nur noch 250 Millionen-Paket geplant.
Was kommt, welche Kliniken profitieren.

2007 präsentierte die damalige Landeshauptfrau Gabi Burgstaller mit dem "Masterplan 2020" noch 600 Millionen schwere Zukunftspläne für das Spital. Mit dem Regierungswechsel wurde in der Krise dann ein Investitionsstopp verhängt.

Jetzt haben Landesvize Christian Stöckl und Spitals-Chef Paul Sungler die Pläne wesentlich zusammengestrichen: Ein deutlich kleinerer "Investitionsplan" soll auf etwa zehn Jahre gelten. "Wir werden rund 250 Millionen Euro investieren", rechnet Stöckl vor. Wichtigster Unterschied für ihn: "Wir beziehen auch die anderen Spitäler wie Tamsweg oder Hallein mit ein."

Wo konkret gebaut und saniert wird:

  • Das Parkhaus um 17 Millionen Euro ist bereits in Betrieb. Die Zufahrt wird aber noch über das Klinik-Areal geführt, dann unter dem fertig gestellten Laborgebäude.
  • Das zentrale Laborgebäude an der Rudolf-Biebl-Straße ist in Bau. Neben den Labors übersiedeln Blutgruppenserologie, Pathologie und Krankenhaushygiene. Kosten: 42,3 Millionen.
  • Das Gebäude der früheren Chirurgie II und Gefäßchirurgie wird nicht abgerissen, sondern generalsaniert. Teile von Krebstherapie, EDV oder Anästhesie sind dort untergebracht. Die zersplitterte Onkologie wird von vier auf zwei Standorte zusammengelegt. Die Dialyse kommt, wie berichtet, in das Dermatologie-Gebäude.
  • Die Abteilungen Radiologie/Radiotherapie und Nuklearmedizin bekommen einen modernen Aufbau für Spezial-Therapien. "Hier gibt es noch Fünf-Bett-Zimmer, man muss etwas tun", so Sungler über Defizite.
  • Ein weiterer Neubau entlang der Rudolf-Biebl-Straße, wo jetzt noch das Sparkassen-Haus steht: "Das ist noch ein stückweit Vision", informiert Sungler. Dermatologie, Herzchirurige und Innere sollen übersiedeln. Ob die "große Variante" mit Urologie, Augen- und Kieferheilkunde kommt, ist noch offen.

Kein "Kopf-Zentrum", Doppler-Klinik bleibt

Neurologie und Neurochirurgie bleiben in der Doppler-Klinik.

Operiert wird derzeit noch an 14 verschiedenen Standorten, verteilt auf das ganze Spital. Sungler über die Zukunft: "Wir wollen Chirurgie nur noch an drei Standorten haben."

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