08.02.2016 19:56 |

Aktuelle Warnung

Wohnungen: Asylwelle verschärft Situation in Wien

"Die Grünen schreien: Alle sollen kommen. Auf Bezirksebene blockieren sie dann wichtige Wohnbauprojekte", kritisiert Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) nun deutlich den kleinen Koalitionspartner. Und: "Ich sehe die Willkommenspolitik mit weniger Euphorie. Das muss ja alles bezahlt werden." Auf der Warteliste von Wiener Wohnen stehen schon jetzt 13.815 Namen.

42.500 Menschen zogen im Vorjahr nach Wien, heuer wird erneut ein massiver Zuzug erwartet - und auf der Warteliste von Wiener Wohnen sind bereits 13.815 Wohnungssuchende gereiht. Weitere 11.117 Wiener, die schon in einer Gemeindewohnung leben, wollen in eine andere übersiedeln.

Wohnsituation wird sich mit Asylwelle zuspitzen
"Die Situation wird sich zuspitzen, wenn demnächst auch viele Asylberechtigte Anspruch auf eine Gemeindewohnung haben. Und genau jetzt haben wir Probleme, einige geplante Wohnbauprojekte zu realisieren", ärgert sich Wohnbaustadtrat Ludwig. Er kritisiert: "Wir sehen da eine Doppelbödigkeit bei den Grünen: Sie schreien, dass alle Asylwerber zu uns kommen sollen, aber dann verhindern sie auf Bezirksebene wichtige Wohnbauprojekte. Die brauchen wir aber für unsere Wiener - und auch für die neu in unsere Stadt gezogenen Menschen."

Besonders deutlich zeige sich das bei der Debatte um das Wohnbauprojekt Haschahof in Rothneusiedl, sagt Ludwig: "Wir sind mit dem Denkmalamt in engster Abstimmung, damit die historisch wertvollen Teile des Areals erhalten bleiben. Aber das ist doch kindisch, wenn der grüne Planungssprecher mit einem TV-Team beim Haschahof unter einem Zaun durchkrabbelt, um etwas spektakulärer gegen den Bau von 5000 dringend nötigen Wohnungen Stimmung zu machen - und so sinnvolle Planung bremst."

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