10.07.2006 15:31 |

Tschetschenien

Spezialeinheit tötet Rebellenführer Bassajew

Der tschetschenische Rebellenführer Schamil Bassajew ist nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB von einer russischen Spezialeinheit getötet worden. Der russische "Staatsfeind Nummer eins" sei in der Nacht auf Montag bei einer "Spezialoperation" der Armee in Inguschetien getötet worden, sagte FSB-Chef Nikolai Patruschew laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

"Diese Banditen" habe die "verdiente Strafe" ereilt, sagte Präsident Putin in Reaktion auf den Tod des Rebellenführers.

Putin wies dabei auf die Anschläge und Geiselnahmen tschetschenischer Extremisten in Moskau und anderen Städten Russlands hin.

Offenbar Anschlag geplant
Nach Angaben des FSB-Chefs plante Bassajew einen Anschlag in der südrussischen Republik Inguschetien während des G-8-Gipfels. Das Treffen der sieben bedeutendsten Industrieländer und Russlands findet von 15. bis 17. Juli in der russischen Großstadt St. Petersburg statt.

Bassajew verantwortlich für Beslan-Massaker
Der tschetschenische Rebellenführer stand wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an Dutzenden Anschlägen auf den russischen Fahndungslisten an oberster Stelle. Er hatte sich zu zahlreichen Gewaltakten tschetschenischer Rebellen bekannt, darunter die Geiselnahmen in einem Moskauer Musical-Theater im Jahr 2002 und in einer Grundschule im südrussischen Beslan im September 2004 mit hunderten Todesopfern.