Aufgeflogen
El Kaida wollte Geheimdienste infiltrieren
Seit den Anschlägen am 7. Juli vergangenen Jahres, bei denen vier Selbstmord-Attentäter in der U-Bahn und einem Bus 52 Menschen mit in den Tod rissen, sind die britischen Geheimdienste verstärkt auf der Suche nach Informanten in der islamischen Szene. Auch die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter arabischer Herkunft soll ausgebaut werden. Dazu haben die Geheimdienste auch Stellenanzeigen geschaltet.
Nach Informationen der Tageszeitung "The Guardian" und der BBC versuchten in den vergangenen Monaten mehrere El-Kaida-Anhänger, mit normalen Bewerbungen in den Geheimdienst zu gelangen. Im Lauf des mehrmonatigen Auswahlverfahrens seien sie jedoch aufgeflogen. Zahlen wurden nicht genannt. Das britische Innenministerium wollte sich zu den Berichten nicht näher äußern. Bestätigt wurde nur, dass mehrere Bewerber aus Sicherheitsgründen abgelehnt worden seien.
Unterdessen forderte Blair die islamische Gemeinde in Großbritannien auf, sich stärker gegenüber radikalen Islamisten abzugrenzen. Bislang gebe es in den muslimischen Gemeinden noch keine ausreichende Debatte, sagte der Labour-Regierungschef bei einer Befragung durch einen Parlamentsausschuss. "Die gemäßigte Mehrheit muss sich nicht nur gegen die Methoden dieser Leute erheben, sondern auch gegen ihre Ideen."
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