23.06.2006 10:55 |

Filmreife Szenen

Echte Polizisten richten Waffen auf Filmhelden

Während eines Filmdrehs in Colorado ist ein filmreifes Missverständnis entstanden: Ein Mann hatte die Polizei verständigt, als er eine bewaffnete Geiselnahme beobachtete. Was weder der Anrufer, noch die Beamten wussten: Die Geiselnahme war nur eine Szene für einen Film. Der Krimi-Held blickte daraufhin jedoch in echte Pistolenmündungen, nämlich die der Polizei.

Der Schauspieler Chris Borden staunte laut "Rocky Mountain News" nicht schlecht, als er für einen echten Verbrecher gehalten wurde und die Polizisten einigen Mitgliedern der Filmcrew Handschellen anlegten.

"Ich hätte sterben können"
Der 25-jährige Borden war gerade dabei, seine Rolle für den Thriller "Different Kinds" zu spielen, als die Beamten plötzlich ihre Waffen auf ihn richteten. Der zu realistische Schauspieler meinte dazu geschockt: "Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, dass ich bei diesem Vorfall wegen meiner Kunst sterben hätte können."

Schauspieler mit "kriminellem Gesicht"?
Borden erzählte weiters: "Die Beamten haben mir gesagt, dass ich aussehe, als wäre mir egal, ob ich erschossen werde. Ich habe angeblich ein 'kriminelles Gesicht'". Erst nachdem die Beamten eine Kamera gesichtet haben, steckten sie die Waffen weg.

Borden und der Regisseur des Films müssen sich jetzt wegen ordnungswidrigem Verhalten vor Gericht verantworten. Diese Verwechslung hätte aber auch schlimmer ausgehen können...