Schlaftrunk

Rotweine enthalten “Schlafhormon”

Wissen
19.06.2006 15:46
Italienische Forscher haben einen Hinweis darauf gefunden, warum Rotwein viele Menschen müde macht. Die Trauben mehrerer bekannter Rotweinsorten - darunter Nebbiolo, Merlot und Cabernet Sauvignon - enthalten einer Studie der Universität Mailand zufolge hohe Anteile des "Schlafhormons" Melatonin. Dieses steuert den Tag-Nacht-Rhythmus von Tieren und Menschen.

"Der Melatonin-Gehalt im Wein könnte dabei helfen, die "innere Uhr" (des Menschen) zu regulieren, so wie es das von der Zirbeldrüse produzierte Melatonin bei Säugetieren tut", meint der Leiter der Untersuchung, Marcello Iriti. Die Studie sei ebenfalls eine erste Erklärung dafür, dass viele Menschen nach Rotwein eine Bettschwere überkommt. Alkohol als "Schlafmittel" ist allerdings höchst umstritten. Bier und Rotwein fördern zwar oftmals das Einschlafen, führen aber zu einem unruhigem, wenig erholsamen Schlaf und häufig zum Aufwachen während der Nacht.

Einige Wissenschaftler sagen Rotwein bereits seit Jahren gesundheitsfördernde Wirkung nach, etwa bei der Verhütung von Herz- und Kreislauferkrankungen. Allerdings äußern andere Forscher immer wieder Zweifel an der These. US-Forscher meinten unlängst, Rotweintrinker führten ganz einfach generell ein gesünderes Leben als viele andere Menschen.

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