19.11.2015 13:20 |

Minister dementiert

"System Eurofighter" nur noch 5 Jahre in der Luft?

Überraschendes "Geständnis" von Verteidigungsminister Gerald Klug im Budgetausschuss am Donnerstag: Das "System Eurofighter" könne aus Kostengründen die noch 18 flugfähigen 44 Jahre alten Saab-105OE-Jets "sicher nicht ersetzen". Deshalb werde eine Leasingvariante für neue Kampfjets ausgeschrieben. Und mit dieser Neubestellung könnten auch die viel zu teuren Eurofighter stillgelegt werden.
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"Österreichs Eurofighter sind in drei, vier Jahren nicht mehr zu fliegen: Sie sind viel zu teuer - und die Hersteller betreiben die 'Tranche 1' auch nicht mehr", berichtete Peter Pilz, der Sicherheitssprecher der Grünen, nach dem Budgetausschuss. Verteidgungsminister Klug habe gegenüber den Nationalratsabgeordneten im Ausschuss klar festgestellt: Die 44 Jahre alten Saab 105OE müssten in fünf Jahren ausgemustert werden. Da müssten längst Ersatzmaschinen fliegen. Weil ein Ankauf aber aufgrund bekannter Budgetnöte unmöglich sei, muss eine Leasingvariante kommen - dieses Geschäft wird jetzt offiziell ausgeschrieben.

"Anfang vom Ende des 'Teurofighters'"
Für Pilz könnte das "der Anfang vom Ende des 'Teurofighters'" sein: "Warum sollte dieses System weiterbetrieben werden, das dem Steuerzahler extrem hohe Kosten verursacht, wenn dann andere Maschinen viel günstiger für die luftpolizeilichen Aufgaben eingesetzt werden können?" So kosten die jährlich 1070 Flugstunden der 15 Eurofighter 65 Millionen Euro, die 1225 Flugstunden der 18 noch einsatzbereiten Saab 105OE jedoch nur 8,9 Millionen.

Video: Ein Flug mit der Saab 105

Vom Verteidigungsministerium wird ein rasches Ende des "Systems Eurofighter" dementiert. Inoffizieller Nachsatz: "Was in fünf Jahren ist, kann jetzt niemand sagen. Aber klar ist, dass sich das Bundesheer dieses Flugzeug eigentlich nie leisten konnte - und die finanzielle Situation immer schwieriger wird."

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