Glödnitzer Brauchtum

Debatten um “Hühnerdiebe”

Kärnten
17.11.2015 17:01
Erst vor ein paar Jahren hat Starköchin Sarah Wiener noch mit ihnen geschmaust- jetzt sehen sich die "Hühnerdiebe von Glödnitz" aber wachsender Kritik ausgesetzt. Immer mehr stellen den Brauch in Frage, Hühner zu stehlen, um diese zu schlachten und zu Gulasch zu verarbeiten, das gemeinsam gegessen wird.

Hühner stehlen, umbringen, rupfen, ausnehmen, zubereiten und schließlich verputzen - das ist seit Gründung der Landjugend vor 43 Jahren Brauch. Nicht allen Glödnitzern gefällt das aber.

Wurden früher den Dieben nur lustige Fallen gestellt, ziehen es jetzt viele Landwirte vor, in der Nacht zum 11. November das Geflügel bereits ausgenommen und tiefgefroren an die Tür zu hängen. So kam die Landjugend heuer nur auf zwölf lebende Beutestücke. Um auf die geforderten 40 Hühner aufzustocken, musste man sogar im Supermarkt zukaufen.

Da stellt sich dann bei vielen die Frage: "Ist das noch Brauchtum?" Seit einem blutigen Facebook-Eintrag der Landjugend zweifeln viele daran. Es wurde sogar Anzeige erstattet. Mittlerweile ermittelt die Polizei, vor allem wegen Tierquälerei. Bürgermeister Johann Fugger hat der Landjugend auch schon ins Gewissen geredet.

Obmann Wolfgang Obersteiner: "Wir warten erst ab, welche Konsequenzen die Anzeige hat."

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