Operation Sparpaket

Kabeg hebt Parkgebühren massiv an

Kärnten
22.10.2015 16:02
Die Kärntner Landesspitäler müssen 18,8 Millionen Euro für 2016 einsparen. Der Plan trifft rund 2800 Mitarbeiter im Klinikum Klagenfurt empfindlich: Mit einer massiven Anhebung der Parktarife will die Direktion eine Million Euro lukrieren. Der Widerstand ist enorm - der Betriebsrat droht mit Betriebsversammlungen.

Am Klinikum gibt es bereits den ersten handfesten Tarif-Streit!

Die Parkgebühren für rund 2800 Mitarbeiter (60 Prozent von ihnen sind Pendler) auf dem und um das Klinikum-Gelände sollen massiv erhöht werden. Im Innenbereich ist ein Anstieg von 30 auf 75 Euro pro Monat geplant. Am Parkplatz West und beim Roten Kreuz soll der Tarif von fünf auf 30 Euro steigen.

"Die Direktion hat die Anhebung beschlossen - für uns ist das indiskutabel. Wenn sie darauf bestehen, gibt es Betriebsversammlungen", kündigt Betriebsratschef Arnold Auer an. Nicht nur beim Parken, auch bei der Kinderbetreuung soll gespart werden: Je nach Einkommen müssen Mitarbeiter zwischen zwei und 17 Prozent mehr bezahlen.

Höhere Tarife, Nulllohnrunde und Gehaltsdebatte im Pflegebereich: In der Kabeg ist ein heißer Herbst-Winter wohl garantiert.

Vorstand Arnold Gabriel hat einen schweren Stand: "Wir sind noch in Verhandlungen. Wir haben aber diese Sparvorgabe, um eine Finanzierung zu erhalten."

Positive Meldungen gibt es aus dem medizinischen Bereich. Entgegen Gerüchten wird die Lungenabteilung nicht geschlossen. "Die Leistung wird ausgebaut anstatt reduziert", kündigt der medizinische Direktor Ferdinand Waldenberger an.

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