Es herrsche Klarheit, dass auch in Motoren dieser Bauart mit Euro-5-Norm keine Software verbaut sei, mit der Abgaswerte manipuliert werden könnten, teilte der Wolfsburger Autobauer am Donnerstagnachmittag mit. Zuvor hatte VW eine Prüfung dieser Motoren angekündigt, woraufhin spekuliert worden war, der Abgasskandal könnte sich ausweiten.
Bisher hatte nur der Motor EA 189 im Fokus der Rückrufe gestanden - ein älterer Diesel, der nur die Abgasnorm Euro 5 erreichte. Am Donnerstag kam dann der Verdacht auf, auch die frühe Version des Nachfolgers EA 288 - ab 2012 zunächst ebenfalls gemäß der Euro-5-Norm im Einsatz - könnte eine Betrugssoftware in der Steuerung enthalten. Ein Konzernsprecher sagte, dass das Unternehmen die fraglichen EA 288 in ihrer anfangs hergestellten Euro-5-Norm noch untersuche.
Euro 6 ist eine striktere Norm als die vorherige Abgasvorgabe Euro 5 und gilt für Pkw seit diesem September. Aktuell stehen in den eigenen Autohäusern laut VW nur noch Modelle mit Euro-6-Zulassung. Die wenigen als Lkw zugelassenen Fahrzeuge mit dem Euro-5-Motor werden auch nicht mehr verkauft.
Motoren müssen umgebaut werden
Das ist allerdings noch nicht alles: Offenbar reicht bei den hubraumstärkeren Versionen ein einfaches Software-Update nicht, es müssen auch Veränderungen am Motor durchgeführt werden. Die dafür notwendigen Teile werden aber erst produziert und sind wohl nicht vor September 2016 verfügbar.
Der Dieselskandal war in den Vereinigten Staaten durch deren Umweltbehörde EPA aufgedeckt worden. Jahrelang hatte der VW-Konzern dort seine sparsamen Motoren promoted - mit lustigen Werbespots (siehe unten).
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