Minenunglück
17 Tote nach Explosion in Kohlegrube in der Türkei
Ausland
02.06.2006 10:49
Bei einer Explosion in einem Kohlebergwerk im Nordwesten der Türkei sind 17 Bergleute ums Leben gekommen. 40 der 57 Arbeiter, die in die Grube eingefahren waren, haben das Schlagwetterunglück in 150 Meter Tiefe überlebt. Die Explosion ist durch plötzlich austretendes Methangas hervorgerufen worden und hat einen von zwei Schächten der privat betriebenen Kohlegrube zum Einsturz gebracht.
Die tot geborgenen Arbeiter waren verschüttet worden. Der türkische Energieminister Güler schloss Fahrlässigkeit und mangelnde Sicherheitsvorkehrungen als Unglücksursache aus. Trotz aller technischen Fortschritte seien Schlagwetterexplosionen nur schwer vorhersehbar, sagte der Minister am Unglücksort.
Grubenunglücke keine Seltenheit
Erst vor einem Jahr waren bei einem Explosionsunglück in einem Kohlebergwerk in der Nachbarprovinz Kütahya 17 Arbeiter getötet worden. Bei einem der schwersten Grubenunglücke in der Türkei kamen 1992 im Kohlerevier Zonguldak am Schwarzen Meer 263 Bergleute ums Leben.
Symbolbild
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