Massiver Schlag

Mehrere Todesopfer nach Angriff auf Stadt Dnipro

Ausland
22.09.2026 09:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einem nächtlichen russischen Angriff auf die südostukrainische Stadt Dnipro sind nach Angaben von Gouverneur Olexandr Hanscha mehrere Menschen getötet worden. 

Das russische Verteidigungsministerium teilte am Dienstag mit, die eigenen Streitkräfte hätten einen massiven Schlag gegen Ziele in der Ukraine ausgeführt. Dabei seien Industrie- und Militäranlagen, der Energie- und Treibstoffsektor sowie die Hafeninfrastruktur und Militärschiffe getroffen worden.

Moskau räumt Engpässe ein
Der Kreml räumte kritische Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten in der kontrollierten ukrainischen Stadt Oleschky ein. Das russische Militär arbeite an einer Lösung. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wirft den russischen Truppen dagegen vor, humanitäre Hilfe zu blockieren und nicht auf Evakuierungsanfragen zu reagieren.

Bilder aus Dnipro:

In der Stadt im Gebiet Cherson „sterben 6000 Einwohner, darunter 200 Kinder, an Hunger und Kälte“, sagt er. Die ukrainische Delegation wolle das Thema bei der UNO-Vollversammlung in New York auf höchster Ebene ansprechen, um internationalen Druck auf Russland für einen humanitären Zugang auszuüben.

Ukraine griff Samara an
In der russischen Region Samara an der Wolga trafen ukrainische Drohnen nach Behördenangaben zivile Ziele. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew teilte mit, die Luftabwehr habe Dutzende Drohnen abgeschossen. Dennoch seien Privathäuser und Autos beschädigt worden. In der Region befinden sich wichtige Industrieanlagen wie Ölraffinerien.

Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt Samara, Iwan Noskow, ist ein Angriff auf die mehr als 1000 Kilometer südöstlich von Moskau gelegene Stadt abgewehrt worden. Sowohl die Ukraine als auch Russland weisen Vorwürfe zurück, gezielt zivile Objekte ins Visier zu nehmen.

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