Österreichweit haben elf Prozent der Schulanfänger Probleme, die meisten gibt es erwartungsgemäß in Wien. In der Bundeshauptstadt brauchen rund 17 Prozent der im kommenden Schuljahr erwarteten rund 15.000 Taferlklassler die Frühförderung: insgesamt wurden 2.518 Sprachtickets ausgegeben.
Dabei zeigten sich deutliche Bezirksunterschiede - in Margareten erhielten 43 Prozent der Schulneulinge ein Sprachticket, in der Inneren Stadt waren es dagegen nur vier Prozent.
In Vorarlberg wurde bei rund 13 Prozent der nächstjährigen Erstklassler (570 Sprachtickets ausgestellt) dieser hohe Förderbedarf festgestellt, in Niederösterreich (rund 1.800 Tickets) und Salzburg (614) je elf Prozent, in Oberösterreich rund zehn Prozent (1.546), in Tirol neun Prozent (691) sowie in der Steiermark (850) und dem Burgenland (174) je sieben Prozent. Kärnten hat nicht flächendeckend, sondern nur in einigen Bezirken teilgenommen.
Im Zuge der heuer - je nach Bundesland - um einige Monate vorverlegten Schuleinschreibung musste der jeweilige Volksschuldirektor zum Beispiel die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder feststellen. Wenn das Kind dem Unterricht voraussichtlich nicht folgen konnte, empfahl der Schulleiter entsprechende spezielle Fördermaßnahmen, die im Kindergarten erfolgten und 120 Stunden umfassten. Der Bund fördert dieses "Sprachticket" mit 80 Euro pro Kind, also insgesamt rund 640.000 Euro.










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