Mi, 18. Juli 2018

Enorme Schäden

05.09.2015 15:01

Hagelsturm fegte übers Land: Salat "gehäckselt"

Es wurde dunkel, dann brach wie aus dem Nichts der Sturm los: Im Zentralraum Innsbruck gingen Donnerstag Abend für die Jahreszeit ungewöhnlich heftige Hagelschauer nieder. Der Schaden an Gemüse- und Obstkulturen, aber auch Mais- und Grünlandflächen im Bezirk Innsbruck-Land ist enorm, Ernteausfälle drohen!

Bereits einen Tag nach dem Unwetter konnte die Österreichische Hagelversicherung den Schaden an den landwirtschaftlichen Kulturen berechnen: Er beträgt rund 1,2 Millionen Euro. Rund 1000 Hektar Kulturfläche sind betroffen, das ist eine Fläche so groß wie 1400 Fußballfelder. "Am meisten betroffen waren der Raum Inzing, Zirl, Ranggen, Oberperfuss und Kematen sowie Rum, Thaur und Absam", berichtet Norbert Jordan, der Tiroler Landesleiter der Hagelversicherung. Am meisten Schaden genommen hat der Gemüseanbau: "Die Kopfsalate wurden regelrecht gehäckselt", berichtet Jordan. Mischsalate, Radieschen, Karfiol, Brokkoli – alles kaputt, durchlöchert von Hagelgeschossen.

"Es ist schon sehr außergewöhnlich, dass um diese Jahreszeit ein so großflächiger Hagel niedergeht, der große Schäden anrichtet, obwohl die Hagelkörner nicht groß waren, zumindest nicht größer als einen Zentimeter Durchmesser", sagt der Landwirtschaftsexperten. Das Unwetter sei quasi aus dem Nichts gekommen: "Es war ja weder heiß noch schwül, das Wetter hatte sich ja bereits umgestellt."

Hagelnetze boten Schutz gegen die Naturgewalt

Auch bei den Obstkulturen sind Schäden zu verzeichnen: Äpfel und Zwetschken im Raum Ranggen, Inzing, Thaur und Absam sind teilweise unbrauchbar. "Allerdings – und das ist für viele Bauern ein Segen – ist der Großteil der Kulturen mit Hagelnetzen überdacht, die bei derartigen Naturereignissen doch einen sehr guten Schutz bieten."

Einbußen seien auch im Maisanbau zu verzeichnen, hier steht die Ernte bevor. Es sei nicht der erste durch Hagel bedingte Schaden in Tirol gewesen, erklärt der Fachmann.

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