Boot gekentert
Erneut Dutzende Flüchtlinge vor Libyen ertrunken
Ausland
31.08.2015 06:18
Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der libyschen Küste sind am Sonntag mindestens 37 Menschen gestorben. Fischer hätten in der Nähe der Stadt Choms östlich von Tripolis mehr als 30 Leichen entdeckt, erklärte ein Sprecher des Roten Halbmondes. Die Mitarbeiter der Hilfsorganisation versuchten, die Toten zu bergen, ihnen fehlten aber Boote.
Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gadafi herrschen in Libyen chaotische Zustände. Das nordafrikanische Land ist deswegen zu einer wichtigen Durchgangsstation für Menschen geworden, die Europa erreichen wollen.
Nach Angaben der Flüchtlingsorganisation UNHCR sind in diesem Jahr bisher mehr als 300.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Im gesamten Jahr 2014 waren es rund 219.000 gewesen.
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