08.06.2015 08:00 |

"Krone"-Ombudsfrau

Versicherungskündigung mit Hindernissen

Einen Versicherungsvertrag zu kündigen kann kompliziert genug sein. Ohne Bestätigung der Kündigung kann man dazu schnell in die finanzielle Bredouille gelangen, wie der Fall eines Lesers aus Wien zeigt!

Roland P. behauptet, sowohl seine Kranken- als auch Unfallversicherung schon vor Jahren gekündigt zu haben. Nur beweisen kann er das leider nicht. Die Versicherung wiederum meint, nie eine Kündigung des Kunden erhalten zu haben und klagte deshalb die nicht bezahlten Prämien bei Gericht ein. "Mittlerweile habe ich eine Exekution erhalten", wandte sich der Wiener nun an die Ombudsfrau.

Laut Uniqa ist das umstrittene Kündigungsschreiben nie eingetroffen, weshalb man sich für den Klagsweg entschieden habe. Mittlerweile macht die Forderung mitsamt den Gerichtskosten mehr als 2.000 Euro aus. Dennoch ist die Versicherung nach unserer Anfrage bereit, Herrn P. entgegenzukommen: Auf die offenen Prämien wird verzichtet und für die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten von rund 800 Euro bietet man eine Ratenvereinbarung an.

Sich die Kündigung eines Versicherungsvertrages in jedem Fall bestätigen zu lassen, kann eine Menge Ärger ersparen. Es soll ja schon vorgekommen sein, dass Schriftstücke auf dem Postweg verloren gegangen sind...

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