Mi, 15. August 2018

Geheimpläne

02.06.2015 23:00

Asyl-Zeltstadt sorgt für Proteste

Es war das Tagesgespräch am Dienstag – nicht nur in Villach: Der Geheimplan des Innenministeriums für eine Asyl-Zeltstadt im Zentrum der Draustadt, auf dem Wasenboden (Die „Krone“ berichtete). Fast einhellig kommt Ablehnung; beharrt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner aber darauf, ist die Stadt machtlos.

Sechs Zelte für insgesamt 48 Asylanten plant das Innenministerium mitten im Zentrum, nahe dem Naherholungsgebiet Wasenboden. Der Aufschrei der Empörung ist laut. Bürgermeister Günther Albel hat in der "Krone" massiven Widerstand angekündigt und er bleibt dabei: "Ein asylpolitischer Wahnsinn!"

Auch VP-Stadtrat Peter Weidinger lehnt Mikls Pläne ab, sieht die Schuld aber bei Landeshauptmann Peter Kaiser. Weidinger: "Warum soll Villach büßen, wenn Kaiser seine vollmundigen Versprechen, Kärnten werde die Quote erfüllen, nicht hält?" Wenig überraschend lehnt auch die FPÖ die Pläne für eine Zeltstadt in Villach vehement ab. Stadtrat Erwin Baumann und Klubobfrau Elisabeth Dieringer-Granza fordern einen Sondergemeinderat und kündigen eine Unterschriftenaktion an. Dieringer: "So kann die Bevölkerung erkennen, welche Partei nur redet und wer handelt." Auch BZÖ-Mandatar Willi Korak protestiert: "Das Ausmaß der Asylwerberwelle wurde nicht erkannt."

FPÖ-Obmann Christian Ragger will gemeinsam mit der italienischen Lega Nord eine Groß-Demo in Villach gegen die Flüchtlingswelle durchführen. Ragger: "Die Organisation läuft bereits."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kärnten
Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.