Seit Donnerstag um 15 Uhr gilt in Oberkärnten endgültig "Brand aus". Mit dem Regen sind die letzten Glutnester ausgegangen. "Das große Aufräumen kann beginnen", so Einsatzleiter Johann Zmölnig von der Feuerwehr Lendorf, der eine beeindruckende Bilanz ziehen kann. "Allein in Göriach waren am Spitzentag 362 Personen im Einsatz. Es wurden um die 25.000 Arbeitsstunden geleistet."
Eine Arbeitsleistung, die hart erkämpft werden musste. "Da die Feuerwehrmänner alle berufstätig sind, mussten wir permanent die Wehren wechseln. Es wäre schön, wenn der Gesetzgeber endlich eine Lösung trifft", meint Zmölnig.
Die gute Nachricht: Mit dem Einsatz sind die Feuerwehren ins Rampenlicht gerückt. Zmölnig: "Unsere Sprinkler-Systeme zur Löschung von Glutnestern werden jetzt auch von Kameraden in Bayern nachgebaut."
Und es gibt jede Menge Anerkennung: So werden 200 Feuerwehrmänner am 6. Juni von den Veranstaltern von "Masters of Dirt" in die EM-Arena geladen.
Nur in einem Punkt ist Zmölnig nicht zufrieden: "Es gibt im dicht bewaldeten Gebiet noch ein paar trockene Stellen, da wäre mehr Regen nötig gewesen."
Laut Paul Rainer von der Zentralanstalt für Metereologie und Geodynamik (ZAMG) wird der Regen zumindest bis heute andauern: "In Oberkärnten sind bereits bis zu 30 Liter pro Quadratmeter gefallen."
Doch bereits ab Sonntag wird es wieder merklich wärmer. "Ab Montag sind wieder 25 Grad möglich." Die Gefahr für neue Waldbrände sei aufgrund des nassen Bodens nicht mehr gegeben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.