Auf einen Nenner gebracht: Es ist was los in Reifnitz, aber es ist nicht mehr der Mythos GTI! Das Treffen – das heuer zum 34. Mal stattfindet – ist zu einer auf 90 Dezibel beschränkten PS-Party mutiert. Zwar weiterhin mit tollen Autopremieren aus dem VW-Mutterkonzern samt dessen Töchtern, jedoch mit überteuerten Getränken, altbekannten GoGo-Tänzerinnen, Zauberern, lauten Motorrädern und speziellen Showautos für das "Gummi, Gummi"-Publikum.
Getunte, edle und aufpolierte Autos, in welche ihre Besitzer Hunderte Stunden und Tausende Euros investieren, sind jedoch kaum mehr zu sehen. Das Positive: Die Tuningszene steht weiterhin zu Kärnten; sie war aber schon da, und zwar beim "Treffen vor dem Treffen". Da stellten die Schrauber ihre Boliden Gleichgesinnten zur Schau – ohne Eintritt. Der wurde heuer in Reifnitz von fünf auf sechs Euro angehoben.
Dennoch ist GTI-Bürgermeister Bernhard Perdacher von seinem ersten Treffen als Chef-Organisator begeistert: „Es ist mehr los als erwartet!“ Sein Weg weg vom Ballermann-Image und zurück zum Auto kommt bei den treu gebliebenen Fans gut an. Zu ihnen gehören die Deutschen Sven und Jana. Sie sind mit ihren Kindern und einem auf gut 150 PS auffrisierten Einser-Golf GTI seit 18 Jahren Stammgäste in Reifnitz: "Hoffentlich kommt die Szene bald wieder hierher zurück."
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