Nach vier Monaten

Spürhund “Faro” führte zu Leiche von Tourengeher

Tirol
14.05.2015 20:18
Fast vier Monate und etliche Suchaktionen nach dem Verschwinden des deutschen Tourengehers Stefan D. (42) wurde dessen Leiche an der Pleisenspitze bei Scharnitz entdeckt. Maßgeblichen Anteil am Sucherfolg hatte dabei Leichenspürhund „Faro“. Dem Absturz dürfte ein Kampf ums Überleben vorausgegangen sein.

Am 24. Jänner gegen 15.15 Uhr war der deutsche Physiker vom Gipfel der Pleisenspitze (2569 Meter) abgefahren, doch er war nie – wie vereinbart – an der Pleisenhütte angekommen. Es folgten mehrere ergebnislose Suchaktionen.

Ski, Stöcke und Brille entdeckt

Am Dienstag endlich die erste Spur: Die Besatzung eines Polizeihubschraubers sah im Bereich des Mitterkars einen Ski, zwei Stöcke, eine Brille.

Am Mittwoch suchten sieben Scharnitzer Bergretter, weiter unten wurden Teile einer Tourengeher-Ausrüstung (Handschuh) gefunden.

Absturz nach Kampf im Nebel

Am Donnerstag dann der Erfolg unter Beteiligung von 16 Bergrettern, drei Lawinenhunden und Leichenspürhund "Faro": Dieser stieß – erneut talwärts – auf den zweiten Tourenski. "In der weiteren Falllinie suchten wir daher wieder mit dem Hubschrauber", schildert ein Alpinpolizist. Unterhalb eines senkrechten Felsvorsprungs (1420 Meter Seehöhe) fand man dann einen männlichen Leichnam. Die Vermutung: Der Deutsche kämpfte sich im Nebel und nach Verlust der Skier zu Fuß durch unwegsamstes Gelände (teils durch Latschen) und stürzte letztlich in den Tod. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Die Polizei betonte gestern, dass die Identität noch nicht zu 100 Prozent geklärt sei.

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