Mo, 20. August 2018

Sport UND Komfort

27.04.2015 07:53

Ford S-MAX: Der lässt keine Wünsche offen

Der Ford S-MAX ist seit seiner "Erfindung" 2007 der Sportler unter den Familienvans. Das gilt für die neue Generation, die im September auf den Markt kommt, umso mehr. Sein aufwendiges Fahrwerk spricht sportliche Fahrer ebenso an wie Komfortfreunde. Zudem bringt der neue S-MAX einige echte technische Highlights mit, vom Speed-Limiter, der Tempolimits automatisch übernimmt, bis zur adaptiven Lenkung.

Der Ford S-MAX kann der Familienkasse viel Geld sparen, jedenfalls theoretisch: Der erste intelligente Limiter überhaupt erkennt per Kamera das gerade geltende Tempolimit, stellt den Limiter entsprechend ein und geht automatisch vom Gas, wenn nötig (bremsen kann er nicht selbsttätig). Dabei kann der Fahrer von vornherein einen Aufschlag von bis zu zehn km/h festlegen, wenn er realistisch fahren will. Fühlt man sich bevormundet, reicht ein beherzter Tritt auf Gaspedal und das Limit ist dem S-MAX maximal wurscht. Ein adaptiver Tempomat (mit deaktivierbarem Abstandsradar) ist natürlich auch erhältlich (Regelbereich 30 bis 200 km/h), dem muss man die Geschwindigkeit aber manuell vorgeben.

Schon auf den ersten Blick sieht man dem Ford S-MAX seinen Techno-Anspruch an, etwa an den extravaganten, dreiteiligen Laufblinkern, die über den scharfen, mitlenkenden LED-Scheinwerfern liegen. Die passen das Licht je nach Geschwindigkeit, Restlicht, Lenkwinkel, Abstand zum Vordermann und Aktivierung der Scheibenwischer an; das Fernlicht kann Gegenverkehr abschatten und so in vielen Fällen dessen Blendung verhindern.

Viel Platz trotz Sportlichkeit
Die für Van-Verhältnisse extrem dynamische Linie zieht sich über die ganze Karosserie bis hin zu den Heckleuchten, die ebenso scharf als LEDs strahlen. Dazwischen ist Platz für bis zu sieben Sitze, wirklich gut sitzt es sich naturgemäß nur in Reihe eins und zwei, aber Easy Entry macht auch Reihe drei nicht zur Strafbank. Auf den Plätzen drei bis fünf hat man zwar nicht so viel Beinfreiheit wie etwa im neuen Renault Espace, dafür ist es im Ford nach oben und vor allem für die Ellbogen luftiger. Praktisch sind die nach außen gezogenen Schweller, die in die Tür integriert sind und so den Ein-/Ausstieg erleichtern.

Alle Sitze lassen sich einzeln auf Knopfdruck vom Kofferraum aus flachlegen, sodass eine ebene Ladefläche entsteht. Dann kann man mehr als zwei Kubikmeter hineinschlichten. Auch im Fall einer Panne muss man nichts davon ausladen: Das Reserverad befindet sich unter dem Fahrzeugboden, das Werkzeug unter einer Klappe im Fußraum hinter dem rechten Beifahrersitz.

Idealfahrwerk für einen Van
Das Fahrwerk des S-MAX entspricht im Wesentlichen dem des neuen Mondeo und wird dem Ruf, den Ford diesbezüglich hat, vollauf gerecht. Die Ingenieure haben eine aufwendige Integrallenker-Hinterachse mit Aluminiumkomponenten kreiert, die sehr präzise und doch höchst komfortabel arbeitet, ohne jemals schaukelig zu werden. Man könnte das als magenfreundlich bezeichnen, wenn Sie wissen, was ich meine. Besonders bei heftigen Schlaglöchern merkt man, wie geschmeidig die Räder einfedern, obwohl der S-MAX keine Sänfte ist. Das Fahrwerk taugt jedenfalls ebenso für den Großmuttertransport wie für die inspirierte Spritztour nach einem Formel-1-Rennen.

Die Lenkung ist sehr gefühlsecht und gibt keinen Anlass zur Klage - trotzdem geht es noch besser: Der Ford S-MAX lässt sich mit einer adaptiven Lenkung zum handlichen Kurvenräuberer aufrüsten. Ein Steuergerät, das in der Lenkradnabe versteckt ist, lenkt per Stellmotor mit und verändert dadurch die Lenkübersetzung, sodass bei Bedarf um die Ecken wedelt wie mit einem Gokart.

Und noch ein Schmankerl gibt’s für eine fröhliche Fahrerei: einen brandneuen Allradantrieb. Die Ford-Eigenentwicklung kann bis zu 100 Prozent des Antriebsmoments an die Hinterachse schicken; die Sensoren checken alle 16 ms die Lage und reagieren innerhalb von 100 ms - zum Beispiel bei winterlichen Straßenverhältnissen "oder wenn das fahrdynamische Talent des Sportvans gefragt ist", sagt Ford-Produktlinien-Direktor Ulrich Kösters. So eine Aussage macht natürlich Lust aufs Testen, aber ein Allradmodell stand noch nicht bereit.

Bis zu 240 PS unter der Haube
Der Van mit dem sportlichen Charakter lässt sich adäquat motorisieren: 240 PS leistet der Top-Benziner, der seine Kraft via Automatik an die Vorderachse schickt. Ambitionierte Dieselfreunde können zum neuen 2-Liter-Biturbo mit 210 PS greifen. Ansonsten gibt es noch einen 1,5-Liter Benziner mit 160 PS sowie drei weitere Diesel mit 120, 150 und 180 PS. Letztgenannte Maschine hat sich bei ersten Testfahrten als gute Wahl bereits bewährt. Allradantrieb wird es für die beiden mittleren Diesel geben.

Hilft beim Schauen und bremst selber
Frontkameras sind inzwischen für einige Autos erhältlich, aber nur wenige helfen z.B. beim herausfahren aus Einfahrten. Am Display des S-MAX hingegen erlaubt das Weitwinkelbild einen vorbildlichen Blick nach links und rechts. Rangiert man rückwärts auf die Straße, übernimmt der Cross Traffic Alert und warnt, wenn Querverkehr kommt. Man kann den Ford aber auch selbsttätig ein- und auch wieder ausparken lassen, längs oder quer.

Während der Fahrt setzt der Ford S-MAX alles daran, eine mögliche Kollision zu vermeiden. Dazu überwacht er die Straße und bremst eigenständig, wenn da plötzlich ein Auto steht. Und auch plötzlich auf die Fahrbahn laufende Fußgänger soll er rechtzeitig erkennen.

Ab 34.050 Euro ist der neue Ford S-MAX ab September zu haben (bestellbar schon jetzt), mit dem Einstiegsdiesel in Trend-Ausstattung, zu der unter anderem Klimaanlage, Ford Easy Fuel (Betanken, ohne einen Tankdeckel öffnen zu müssen), das MyKey-Schlüsselsystem oder elektrische Fensterheber rundum gehören. Und das Fahrwerk, bei dem man weder auf Komfort noch auf Sportlichkeit verzichten muss.

Warum?

  • Fahrwerk spielt beide Stückln: Sport und Komfort
  • Technisch fortgeschritten
  • Kaum Windgeräusche

Warum nicht?

  • Überladenes Kombiinstrument

Oder vielleicht …

… VW Sharan, Renault Espace, Ford Galaxy, BMW 2er Gran Tourer

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