Mi, 15. August 2018

Kirche als Ziel

22.04.2015 10:13

Frankreichs Polizei verhinderte Terroranschlag

Die französischen Behörden haben nach eigenen Angaben einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag in Frankreich verhindert. Bereits am Sonntag sei in Paris ein 24-jähriger Informatikstudent festgenommen worden, der einen Anschlag auf "wahrscheinlich ein oder zwei Kirchen" geplant habe, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch in Paris.

Der Mann war den Geheimdiensten wegen Plänen bekannt, nach Syrien in den Dschihad zu ziehen. Gefundenes Beweismaterial belege die Anschlagspläne auf Kirchen "unzweideutig", erläuterte Cazeneuve.

Im Auto und in der Wohnung des Mannes sei "ein Arsenal aus unter anderem mehreren Kriegswaffen, Handfeuerwaffen, Munition, kugelsicheren Westen sowie Informatik- und Telefonmaterial" gefunden worden, sagte der Innenminister. Der Mann befinde sich in Polizeigewahrsam, die Ermittlungen wurden von der Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft geleitet. Der Mann soll überdies in den Mord an einer 32-jährigen Frau verwickelt sein, die am Sonntag tot in einem Auto im Pariser Vorort Villejuif gefunden worden war. Die genauen Umstände des Todes der Frau müssten noch aufgeklärt werden, sagte Cazeneuve.

Nach wie vor höchste Terror-Warnstufe in Paris
Bei einer islamistischen Anschlagsserie waren im Jänner im Großraum Paris 17 Menschen getötet worden. Zwei Islamisten erschossen beim Angriff auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" am 7. Jänner zunächst zwölf Menschen. Ein Gesinnungsgenosse der beiden tötete in den folgenden Tagen eine Polizistin und bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris vier weitere Menschen. Die drei Islamisten wurden schließlich bei Polizeieinsätzen erschossen. Seit den Anschlägen herrscht in ganz Frankreich eine erhöhte Terror-Warnstufe, im Großraum Paris gilt nach wie vor die höchste Warnstufe.

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