31.03.2015 01:41 |

Imker besorgt

Bienenvölker ringen in Kärnten ums Überleben

Der Winter hat den Kärntner Imkern – regional unterschiedlich – herbe Verluste gebracht. Viele der Völker haben nicht überlebt. Meinhard Schöffmann, Obmann des Landesverbandes für Bienenzucht in Kärnten: „Die Verluste reichen von zehn Prozent bis zu Totalausfällen.“ Die Varroa-Milbe ist weiterhin eine Gefahr.

Das Bienensterben hat vielfältige, oft nicht nachzuweisende Ursachen und ist ein weltweites Phänomen.

Feuchter Sommer, milder Winter
Obwohl bienenschädliche Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft - die sogenannten „Neonicotinoide“ - verboten worden sind, verenden immer wieder zahllose dieser nützlichen Insekten. Schöffmann: „Bei uns waren jetzt wohl der milde Winter und der viel zu feuchte Sommer des Vorjahres schuld. Aber wir sind auf Spurensuche und tragen Indizien für die Gründe der vielen Verluste zusammen.“

Beutenkäfer wird zur Gefahr
Weiterhin eine große Gefahr ist die Varroa-Milbe, die gezielt bekämpft werden muss. Aber auch andere Viren, die Völker befallen können. Und in Süditalien ist, eingeschleppt aus Afrika, der „Kleine Bienenstockkäfer“, auch „Beutenkäfer“ genannt, aufgetaucht, der ganze Völker ausrotten kann. Schöffmann: „Es besteht die Gefahr, dass dieser Käfer nach Norden vordringt und bald auch in Kärnten ist.“

Der Verbandsobmann bedauert, dass es immer weniger blühende Wiesen gibt, die ausreichend Bienennahrung liefern. Über den Nachwuchs der derzeit 2800 Imker und Imkerinnen macht er sich keine Sorgen: „Viele fangen erst mit 30, 40 Jahren mit der Imkerei an und besuchen unsere Kurse.“

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