07.03.2015 22:36 |

EU-Quote fällt

Kärntner Bauern fürchten Preisverfall bei Milch

Kärntens Bauern schlagen Alarm: Ende März läuf die "Milchquote" aus, mit der die Milchproduktion in der EU geregelt wird. Die Bauern können dann Milch produzieren so viel sie wollen oder können. Viele fürchten dadurch einen Preisverfall aufgrund des Überangebotes. Die Molkereien sind auf die Marktveränderung gut vorbereitet.

Für das Vorjahr müssen Österreichs Bauern 45 Millionen Euro EU-Strafe zahlen, weil sie (wieder) viel mehr Milch abgeliefert haben, als die Quote erlaubt hätte.

"Produktion steigt um zehn Prozent"
Ende März wird der Markt jedoch EU-weit freigegeben. Helmut Petschar, Chef der Kärntnermilch und Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), sieht der Entwicklung relativ gelassen entgegen: "Langfristig wird die Produktion wohl um bis zu zehn Prozent ansteigen, der Markt sich aber stabilisieren."

Schon jetzt gehen von der Kärntnermilch 20 Prozent der Produkte in den Export.

Auf einen verstärkten Export hofft auch Johann Mößler, Präsident der Kärntner Landwirtschaftskammer: "China etwa hat einen Importbedarf von jährlich vierzig Millionen Tonnen Milch. Und wir hoffen, dass sich die Exporte nach Russland wieder normalisieren."

Die Bauern fürchten aber, dass es aufgrund einer steigenden Produktion zu einem Preisverfall komme.

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