Defekte Pipeline

Öl-Verschmutzung in Alaska nach Pipelinebruch

Ausland
11.03.2006 16:36
Durch eine defekte Pipeline im US-Staat Alaska sind mehr als 800.000 Liter Rohöl ausgetreten. Nach Angaben der Behörden vom Freitag konnte zunächst erst knapp ein Viertel der Verschmutzung behoben werden. Die Säuberungsarbeiten würden mehrere Wochen dauern, hieß es.

Betroffen ist ein Gebiet der schneebedeckten Tundra. Die Umweltschutzbehörde des nördlichsten US-Staates spricht von dem bisher größten Öl-Austritt in der "North Slope", dem öl- und erdgasreichen Gebiet im hohen Norden Alaskas.

Die neuen Schätzungen seien zehn Mal höher als die ersten Angaben der Ölgesellschaften in der vergangenen Woche, sagte Natalie Brandon von der Umweltschutzgruppe "Alaska Wilderness League" am Freitag. Die Verschmutzung bedrohe den Lebensraum der großen Karibu-Herden nahe der Prudhoe Bay. Arbeiter hatten das Loch in der Pipeline Anfang März entdeckt.

Bei dem bisher schwersten Öl-Unglück vor Alaska war 1989 der Tanker "Exxon Valdez" im Prince-William-Sund auf Grund gelaufen. Damals waren rund 40 Millionen Liter Öl ausgetreten, die einen 2.000 Kilometer langen Küstenstreifen verseuchten.

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