11.03.2006 14:22 |

Airports lahm gelegt

Chaos an Flughäfen in NY und Deutschland

Auf dem New Yorker La Guardia Flughafen hat ein Zwischenfall bei der Sicherheitskontrolle die Abfertigung und den Flugverkehr am Freitag über Stunden lahm gelegt. Auslöser waren nach Angaben des Nachrichtensenders CNN die Schuhe eines Passagiers, die bei der Untersuchung nach Spuren von Explosionsstoffen Alarm ausgelöst hatten.

Obwohl der Mann noch einmal gründlich kontrolliert werden sollte, verließ er den Sicherheitsbereich ungehindert und verschwand in der Menschenmenge. Später wurde der Mann gefunden und stellte sich als harmlos heraus.

Der Vorfall veranlasste die Polizei, eine Fahndung einzuleiten. Hunderte von Passagieren mussten das betroffene Flughafengebäude verlassen. Die Startbahn wurde für abfliegende Maschinen gesperrt, um sicher zu stellen, dass der Terrorverdächtigte nicht an Bord eines Flugzeuges gelangen und dessen Passagiere und Besatzung gefährden könnte.

Erst später wurde klar, dass der Gesuchte sich gar nicht bewusst war, den Alarm verursacht zu haben. Der Terminal wurde nach seiner Identifizierung wieder geöffnet. Alle Passagiere mussten sich jedoch erneuten Sicherheitskontrollen unterziehen. Der Flugverkehr wurde erst am Abend wieder freigegeben.

Festnahmen nach schlechtem Scherz
Der schlechte Scherz eines Fluggastes hat am Freitagabend den Start einer mit 182 Passagieren besetzten Chartermaschine auf dem Flughafen Friedrichshafen im deutschen Baden-Württemberg verhindert. Nach Polizeiangaben hatte ein 44-Jähriger einer Stewardess noch vor dem Start erklärt, dass sich in seinem Handgepäck eine Bombe befinde.

Die Boeing 737 der türkischen Fluggesellschaft Sun Express wurde daraufhin geräumt und mit Spürhunden durchsucht. Eine Bombe wurde nicht gefunden. Vier Stunden später startete die Maschine schließlich ohne den Mann und seinen Begleiter in Richtung Antalya.

Wie die Polizei am Samstag weiter mitteilte, wurden der Mann und sein Begleiter am Freitagabend vorübergehend festgenommen. Nachdem geklärt war, dass es sich um "eine unbedachte Äußerung" des 44-Jährigen handelte, seien beide Männer wieder auf freien Fuß gesetzt worden. "Wir können keinen ernsthaften Hintergrund feststellen - weder politisch noch religiös", sagte ein Polizeisprecher. Die Staatsanwaltschaft Ravensburg werde Anzeige gegen den Mann erstatten.