Rapper gegen Bush

Eminem verklagt US-Regierung

Musik
09.03.2006 14:38
Rapper Eminem hat einen neuen Grund gefunden, seine (vorsichtig gesagt) Abneigung gegen US-Präsident Bush auszuleben: Er will die US-Regierung klagen, weil mit seiner Musik Gefangene in Guantanamo und Afghanistan gefoltert wurden.
kmm

Genau genommen klagt Eminem nicht gegen die Musikfolter an sich, sondern weil er nicht gefragt wurde, ob seine Songs verwendet werden dürfen. Eine Urheberrechtsklage also.

Kommt Slim Shady damit durch, kann das George W. Bush bzw. den US-Steuerzahler teuer zu stehen kommen: Bei Urheberrechtsverletzungen im US-Filmgeschäft gab es schon Strafen bis zu 100 Millionen Dollar. Tatsächlich ist im vorhinein aber nicht abzuschätzen, wie erfolgreich die Klage sein kann.

Anscheinend haben die US-Verhörspezialisten die Texte des 34-Jährigen nicht ganz begriffen. Denn Eminem ist ein bekennender Bush-Gegner und macht auch in seinen Liedern kein Geheimnis aus seiner Abneigung. Pikanterweise wurden die Terrorverdächtigen mit Texten wie „Stomp, push, shove, mush, fuck Bush, until they bring our troops home“ malträtiert. 

So wurde gefoltert
Regisseur Michael Winterbottom erklärt: "Gefangene wurden im Dunkeln eingeschlossen und mit Eminems Musik vollgedröhnt." Er beruft sich damit auf Aussagen von Häftlingen.

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