Mo, 20. August 2018

Hart getroffen

09.02.2015 13:13

Russland-Sanktionen kosteten EU 21 Milliarden Euro

Die EU wird durch ihre Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt nach spanischen Angaben selbst bereits wirtschaftlich hart getroffen. "Die EU hat bisher 21 Milliarden Euro verloren", sagte der spanische Außenminister José Manuel García Margallo am Montag beim Treffen mit seinen Kollegen in Brüssel.

Es ist das erste Mal, dass aus den Reihen der EU eine Gesamtzahl für die Einbußen durch die Russland-Sanktionen genannt wurde. Im Jahr 2013 lag das gesamte Handelsvolumen bei Waren mit Russland laut EU-Kommission bei 325 Milliarden Euro. Der Wert der Warenexporte aus EU-Ländern belief sich dabei auf knapp 120 Milliarden Euro.

Russland war damit der viertgrößte Exportpartner der EU. Der weit überwiegende Anteil bei den Ausfuhren entfiel 2013 mit fast 108 Milliarden Euro auf Industriegüter. Landwirtschaftliche Produkte schlugen mit fast zwölf Milliarden Euro zu Buche.

Ausweitung der Sanktionen beschlossen
Die EU-Außenminister haben am Montag in Brüssel dennoch eine Ausweitung der Sanktionenliste beschlossen. Wie im Vorfeld bereits vereinbart, werden 19 Personen sowie neun Unternehmen neu gelistet, verlautete in EU-Ratskreisen.

Damit hat sich die Zahl jener Personen, gegen die Konten- und Einreisesperren verhängt wurden, von 132 auf 151 erhöht. Die Zahl der Unternehmen nahm von 28 auf 37 zu. Dem Vernehmen nach wurde die Umsetzung der Maßnahmen um eine Woche aufgeschoben. Sie sollen nun am Montag kommender Woche in Kraft treten.

Sanktionen und Gegensanktionen
Die EU hat wegen des Ukraine-Konflikts seit Ende Juli eine Reihe von Wirtschafts- und Finanzsanktionen verhängt. Sie betreffen insbesondere den Banken-, Energie- und Rüstungsbereich. Im Gegenzug hat Russland einen Einfuhrstopp für europäische Agrarprodukte verhängt.

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