Atom-Konflikt

Iran wird “Demütigung” nicht hinnehmen

Ausland
09.03.2006 12:42
Im Streit um das iranische Atomprogramm will sich der Iran nach den Worten von Präsident Ahmadinejad dem internationalen politischen Druck nicht beugen und keinerlei "Demütigung" hinnehmen, wie er am Donnerstag in einer ersten Reaktion nach der Einschaltung des Weltsicherheitsrats in den Konflikt sagte.

 "Uns war klar, dass wir auf unserem Weg zum Fortschritt auf solche Hürden stoßen würden, uns war auch klar, dass es keinen anderen Weg als den des Widerstands gegeben wird", sagte Ahmadinejad.

"Wir folgen dem Spruch unseres geliebten (dritten schiitischen) Imam Hussein und sagen "Hej Hat Mena Selah" (Verdammt will ich sein, wenn ich mich demütigen lasse)", sagte Ahmadinejad laut der Agentur ISNA in einer Rede in der Stadt Pole-Dokhtar. Dem Westen sei jedoch klar, dass er dem Iran nicht schaden könne, weil er schwach sei und selbst (im Fall von Sanktionen) noch größeren Schaden haben würde.

Der iranische Chefunterhändler im Atomstreit, Ali Larijani, hatte vergangene Woche bei einer möglichen Verhängung von Sanktionen durch den Sicherheitsrat mit einer internationalen Ölkrise gedroht.

Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Khamenei, hat die Regierung und das Volk angewiesen, im Streit um das iranische Atomprogramm hart zu bleiben. "Wir werden uns (dem wachsenden internationalen Druck) widersetzen und unseren Weg des Fortschritts und Stolzes im Vertrauen auf Gott und die Weisheit fortsetzen", zitierte das staatliche Fernsehen Khamenei. "Wenn wir jetzt nachgeben, werden die Europäer das nächste Mal mit neuen Vorwänden kommen, um uns unserer wissenschaftlichen Erfolge zu berauben", fügte Khamenei hinzu, der in allen Staatsangelegenheiten das letzte Wort hat.

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