Mi, 20. Juni 2018

Todkranke Zwillinge

31.01.2015 17:00

Vater kann nur ein Mädchen retten: Spender gesucht

Das traurige Schicksal der beiden todkranken Zwillingsmädchen Binh und Phuoc bewegt derzeit Kanada. Die dreijährigen Mädchen leiden an dem sogenannten Alagille-Syndrom, einem Gendefekt, der multiple Schädigungen an Organen verursachen kann. Im Fall der Mädchen ist die Leber am massivsten betroffen. Sie benötigen daher dringend ein gesundes Organ, um zu überleben. Doch bisher gibt es mit dem Adoptivvater lediglich einen geeigneten Spender. Findet sich in den kommenden Wochen kein weiterer Spender und sollte sich der Zustand der Töchter verschlechtern, müssen sich die Adoptiveltern für eines der Mädchen entscheiden.

Diese schwierige Entscheidung wollen Johanne und Michael Wagner aus dem kanadischen Kingston (Provinz Ontario), sollte es dazu kommen, nicht selbst übernehmen. Wie kanadische Medien berichteten, sollen Ärzte vor der Transplantation entscheiden. Doch das Ehepaar hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben und versucht nun über das Internet einen zweiten Spender zu finden.

Geldspenden und Meldung zahlreicher Freiwilliger
Die Facebook-Seite der Mädchen hat bereits über 7.000 Likes. Auf der Spendenplattform gofundme.com kamen auch über 1.000 US-Dollar zusammen. Eine der Spenderinnen hat sich laut eigenen Angaben sogar auch als Leberspender gemeldet. Allerdings dürfte die Frau sowie Dutzende andere, die sich bereits auf Facebook gemeldet haben, leider kein geeignetes Organ besitzen, andernfalls wäre die Suche schon beendet worden.

Spender müssen eine Reihe von Kriterien erfüllen: Sie müssen zwischen 18 und 60 Jahren alt sein, eine gute allgemeine Gesundheit und die Blutgruppe A oder 0 haben. Außerdem darf der Body Mass Index nicht höher als 34 sein.

Leber regeneriert sich: Lebendtransplantation möglich
Da sich die Leber nachbilden kann, kommen auch Lebendtransplantationen - und diesem Falle eben auch Adoptivvater Michael - in Frage. Natürlich ist dieser Eingriff nicht ungefährlich, denn auch der Spender muss über einen längeren Zeitraum im Spital bleiben und überwacht werden.

Dennoch hoffen die beiden Kanadier, die die vietnamesischen Zwillingsmädchen im Jahr 2012 adoptiert hatten, Freiwillige zu finden. "Die Dinge könnten sich sehr rasch ändern und ihr Zustand könnte sich enorm verschlechtern", meinte Johanne dem Sender CBS vor einigen Tagen. Das Paar wusste bereits vor der Adoption, dass Binh und Phuoc krank waren. Sie seien sich der Risiken bewusst gewesen, doch hätten auf das Beste gehofft, erklärte Michael. Das Paar hat neben den kranken Mädchen noch sieben weitere Kinder.

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