Das Mobiltelefon am Ohr oder texten beim Autofahren kann ziemlich teuer kommen! In Niederösterreich mussten im vergangenen Jahr exakt 23.416 Menschen Strafe dafür zahlen.
Deutlich mehr als 20.000 Autolenkerinnen und Autolenker haben im Vorjahr in Niederösterreich „teure“ Telefonate geführt. Sie wurden nämlich von der Exekutive während der Fahrt mit dem Handy am Ohr erwischt.
„Oft fehlt nach wie vor das Bewusstsein, wie gefährlich Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung ist“, betont Mobilitätsexpertin Klara Maria Schenk: „Wer mit dem Handy telefoniert, reagiert im Straßenverkehr wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille.“ Und wer sogar Textnachrichten während der Fahrt liest, ist rund zwei Sekunden im Blindflug unterwegs. „In dieser Zeit legt ein Fahrzeug bei 50 km/h fast 30 Meter zurück“, rechnet Schenk vor: „Wenn da ein Kind auf die Straße läuft, hat die Ablenkung fatale Folgen.“
2772 Verletzte, 41 Menschen starben
Schmerzhafte Folgen hatte Ablenkung am Steuer im vergangenen Jahr für 2772 Menschen in NÖ. Sie wurden bei Unfällen, die durch mangelnde Aufmerksamkeit der Autolenker verursacht wurden, verletzt. 41 Menschen kostete solches Verhalten sogar das Leben.
Exakt 23.416 Handy-Sünder hat die Polizei im Jahr 2025 auf Niederösterreichs Straßen auf frischer Tat ertappt. Die meisten bisher erwischten Telefonierer am Steuer waren 2023 mit mehr als 30.000 zu verzeichnen. Zuletzt lag der Wert vor 15 Jahren unter 20.000.
Der Verkehrsclub (VCÖ) tritt dafür ein, der Überwachung zu verschärfen. Gefordert werden gesetzliche Voraussetzungen für den Einsatz von sogenannten Handyblitzern. In Deutschland ist bereits die flächendeckende Einführung solcher Kameras, die automatisiert erkennen, ob während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzt wird, geplant.
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