In Villach wurde im Vorjahr die „blaue“ Kurzparkzone, durch eine weitere gebührenpflichtige Zone erweitert. Neben zusätzlichen Einnahmen sollte die Maßnahme auch Pendler dazu bewegen auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Eine erste Bilanz fällt positiv aus.
29.000 Fahrzeuge kommen jeden Tag nach Villach – das war das Ergebnis einer Verkehrsanalyse aus dem Jahr 2024. Wer einen kostenfreien Stellplatz in Innenstadtnähe wollte, der musste oft länger suchen.
Um diese Fahrzeugzahl zu senken und öffentliche Verkehrsmittel attraktiver zu machen wurden mit 1. Oktober 2025 die Kurzparkzonen im Randbereich um sogenannte „Grüne Zonen“ erweitert. Im Unterschied zu den „Blauen Zonen“ gilt hier kein Zeitlimit von drei Stunden und der Tagestarif liegt bei maximal vier Euro. Wer öfter hier parkt, der kann Monats- oder Jahrestickets erwerben.
Gerade im Umfeld des Krankenhauses sowie des Roten Kreuzes und von Anrainern gab es zunächst noch kritische Stimmen – denn trotzt einer gekauften Monats- oder Jahreskarte gab es keinen garantierten Stellplatz. Über die Monate hat sich aber eines gezeigt: Der Parkdruck vor allem rund um den Stadtpark hat stark nachgelassen.
Das bestätigen auch Erhebungen der Stadt. „Erste Analysen zeigen, dass weniger Fahrzeuge aus anderen Bezirken in der Grünen Zone parken und es gleichzeitig zu einer verstärkten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel gekommen ist“, heißt es aus dem Magistrat Villach.
Die neue Parkzone spülte auch ordentlich Geld in die Stadtkassa – 300.000 Euro konnten im ersten Jahr eingenommen werden. Insgesamt wurden 1534 Parkkarten (Monats-, Jahrestickets) gekauft. „Das Angebot wird sehr gut angenommen. Vor allem die Möglichkeit die Tickets online über den Ticketshop zu beziehen. Der Anteil der im Online-Shop erworbenen Dauerparkkarten liegt bei 97 Prozent“, so die Information aus dem Magistrat.
Keine Ausweitung geplant
Die Einnahmen aus der „Grünen Zone“ sind übrigens strikt zweckgebunden und werden ausschließlich für die Sicherung des innerstädtischen öffentlichen Personennahverkehrs verwendet. Eine Ausweitung der Zone ist im Moment nicht geplant. Große Parkflächen, wie Wasenboden, Elite oder Lind sollen auch weiterhin kostenfrei bleiben.
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