Ab 13. Dezember bringt der neue ÖBB-Fahrplan zusätzliche Verbindungen, dichtere Takte und modernere Züge. Besonders das Industrieviertel profitiert. Doch Bauarbeiten sorgen gleichzeitig auch für Einschränkungen.
Gute Nachrichten für Niederösterreichs Pendler: Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 wird das Bahnangebot auf zahlreichen Strecken verbessert. Besonders auf der Pottendorfer Linie gibt es mit vier zusätzlichen Zugpaaren mehr Verbindungen. Auch Wiener Neustadt, das Waldviertel und die grenzüberschreitenden Strecken profitieren von Neuerungen.
Auf der Semmeringbahn werden die Fahrzeiten besser aufeinander abgestimmt. Im Waldviertel fährt an Wochenenden und vor Feiertagen ein später Zug bis Gmünd. Moderne und barrierefreie Fahrzeuge sollen zudem auf mehreren Regionalstrecken für mehr Komfort sorgen.
Nachstehend einige Beispiele für Verbesserungen:
In Wiener Neustadt Nord halten künftig während der morgendlichen Hauptverkehrszeit mehr S3-Züge Richtung Wien. Damit stehen drei Abfahrten pro Stunde statt bisher zwei zur Verfügung.
In Wiener Neustadt Nord halten künftig während der morgendlichen Hauptverkehrszeit mehr S3-Züge Richtung Wien. Damit stehen drei Abfahrten pro Stunde statt bisher zwei zur Verfügung.
Doch nicht überall läuft es künftig reibungsloser
Die laufenden Ausbauten für 2027 bedeuten jedoch für Pendler, dass es stellenweise auch im nächsten Jahr zu längeren Fahrzeiten, Umwegen und zusätzliche Wartezeiten kommen wird. Besonders rund um Wiener Neustadt müssen sich Fahrgäste auf Einschränkungen einstellen.
Wegen des Umbaus der Nordeinfahrt, die im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels steht – fahren die Züge der Aspangbahn das ganze Jahr über nur zwischen Wien und Sollenau. Wer weiter nach Wiener Neustadt möchte, muss auf andere Verbindungen ausweichen. Auch zu den Stoßzeiten und an Wochenenden sind Einschränkungen zu erwarten.
Auf der Pottendorfer Linie endet die S60 grundsätzlich bereits in Ebreichsdorf. Für Pendler nach Wiener Neustadt wird zwischen Ebreichsdorf und dem Hauptbahnhof ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Damit müssen Fahrgäste auf Busse umsteigen und zusätzliche Fahrzeit einplanen. Ausnahmen gibt es lediglich für einzelne Schüler- und Nachtzüge.
Zusätzlich fallen auf der Puchbergerbahn am Nachmittag die Verstärkerzüge zwischen Wiener Neustadt und Winzendorf weg.
Auch im Waldviertel wird Geduld gefragt sein: Die Franz-Josefs-Bahn wird im Frühjahr 2027 zwischen Absdorf-Hippersdorf und Sigmundsherberg voraussichtlich vier Monate lang gesperrt. Für Pendler bedeutet das eine längere Zeit mit erheblichen Einschränkungen auf ihrem täglichen Arbeitsweg.
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