22-jähriges Opfer
Sexualmord von Fourniret nachgestellt
Verborgen unter Kapuzen wurden Fourniret und Olivier von den Ermittlern nacheinander zum Tatort geführt und verhört. Olivier trug eine kugelsichere Weste, Fourniret anscheinend nur eine Winterjacke. Scharfschützen der Polizei sicherten von Dächern aus das großräumig abgesperrte Gelände. Rund 30 Beamte hielten die Medien auf Abstand. Dem 85-jährigen Vater des Opfers wurde eine Teilnahme an der Rekonstruktion der Tat erspart, die Mutter ist gestorben.
Das "mörderische Paar" musste nicht selbst nachspielen, wie die Studentin damals in ein Auto gebracht und entführt wurde. Ihre Rollen übernahmen Polizisten. Dabei wurden Fourniret und Olivier beständig befragt. Fourniret hielt von dem Fahrzeug großen Abstand, bis der Tross zu seinem alten Haus in Floing bei Sedan weiterzog, wo er sein Opfer nach eigenem Bekunden getötet hat.
„Jagd auf Jungfrauen“
Der 63-jährige Fourniret soll sich zum Jahresende vor Gericht wegen der Vergewaltigung und Ermordung von sieben jungen Frauen und Mädchen verantworten. Die Sexualmorde wurden zwischen 1987 und 2001 in Belgien und Frankreich begangen und umfassen nach Ansicht der Ermittler nur einen Teil der Taten. Fourniret gestehe immer nur das, was ihm nachgewiesen werden könne, heißt es. Der Franzose war in seiner Wahlheimat Belgien im Juni 2003 festgenommen und im Januar 2006 an Frankreich ausgeliefert worden. Er gibt zu, wiederholt "Jagd auf Jungfrauen" gemacht zu haben.
Desramaults Leiche wurde am 3. Juli 2004 beim Ardennenschloss Sautou nach Hinweisen Fournirets gefunden. "Wir erwarten, dass die Rekonstruktion des Falles zeigt, dass tatsächlich vier Hände daran beteiligt waren", sagte der Rechtsanwalt der Familie Desramault, Didier Seban. "Es geht um die Beteiligung von Monique Olivier und die Verbrechensdynamik."
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