Rekordaufgriff in Niederösterreich: 6,6 Millionen geschmuggelte Zigaretten aus dem Balkanraum hat die Zollfahndung sichergestellt und sieben Verdächtige festgenommen. Vorangegangenen waren monatelange Ermittlungsarbeiten.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Beschlagnahmung im Februar 2026. Im Zuge bereits laufender Ermittlungen wurden damals mehr als 400.000 Zigaretten sichergestellt. Die aus dem Balkanraum nach Österreich gebrachten Tabakwaren waren für den Weiterverkauf bestimmt.
Geplante Lieferungen lokalisiert
In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Wien wurden die Ermittlungen in den nachfolgenden Monaten fortgeführt. Dabei konnten weitere Tatverdächtige identifiziert und zwei unabhängig voneinander geplante Lieferungen geschmuggelter Zigaretten lokalisiert werden. Im Juli erfolgte schließlich der Zugriff an zwei Einsatzorten in Niederösterreich.
Dabei wurden insgesamt sieben Tatverdächtige festgenommen, über zwei Beschuldigte wurde in weiterer Folge die Untersuchungshaft verhängt. Zudem wurden 6,6 Millionen Zigaretten beschlagnahmt. Der durch die geschmuggelten Zigaretten verursachte Abgabenschaden beträgt nach derzeitigem Ermittlungsstand rund 1,5 Millionen Euro. Die Ermittlungen der Zollfahndung sind noch nicht abgeschlossen.
Ich gratuliere unseren Zollbediensteten zu diesem Rekordaufgriff.
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl
Geldstrafen bis zu 1,5 Mio. Euro möglich
Den Beschuldigten drohen im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung Geldstrafen von bis zu 1,5 Millionen Euro sowie Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Die konkrete Strafhöhe richtet sich nach den jeweiligen Tatvorwürfen und dem Ausgang der Strafverfahren.
„Ich gratuliere unseren Zollbediensteten zu diesem Rekordaufgriff. Mit großer Aufmerksamkeit, Professionalität und konsequenter Ermittlungsarbeit ist es ihnen gelungen, den im großen Stil angelegten Zigarettenschmuggel aufzudecken. Dieser Erfolg zeigt einmal mehr, wie wichtig die Arbeit unserer Zollfahndung ist – für mehr Sicherheit, einen fairen Wettbewerb und die konsequente Bekämpfung von Abgabenbetrug“, erklärt Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.
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